Maschinenbau : B&C und Martin Ohneberg investieren viel Geld in Maschinenbau-Startup

Die Wiener B&C Innovation Investments (BCII) investiert gemeinsam mit dem Vorarlberger Industriellen Martin Ohneberg eine "mittlere einstellige Millionensumme", also um die 5 Mio. Euro, in das Berliner Start-up Kreatize. Genauere Details zur Kapitalerhöhung wurden nicht bekanntgegeben. "Kreatize hat schon über die letzten Jahre starkes Wachstum gezeigt und wir sind vom weiteren Potenzial und der Relevanz für die österreichische Industrie überzeugt", so B&C-Geschäftsführer Thomas Zimpfer.
Kreatize will Prozess von Bestellung bis zur Lieferung vereinfachen
Kreatize will speziell Maschinenbauunternehmen Dienstleistungen anbieten, die den kompletten Prozess von der Bestellung bis zur Lieferung von Industriebauteilen kostengünstig und schnell abwickeln sollen. Diese Firma haben Simon Tüchelmann (Firmenchef) und Daniel A. Garcia Rodriguez (Technikchef) im Jahr 2015 gegründet.
Berliner Start-up will nun an heimische Maschinenbauer herantreten
Mit rund 700 Mrd. Euro Volumen zähle der Maschinenbaumarkt zu einem der größten und zugleich höchst fragmentierten B2B-Märkte Europas, so Thomas Zimpfer weiter. Die Geldanlage soll dem Start-up ermöglichen, den österreichischen Markt zu erschließen und Marktführer in Europa zu werden. Die B&C-Gruppe ist Mehrheitsaktionärin von Lenzing, Amag und Semperit. Neben Kreatize hält B&C Innovation Investments Beteiligungen an TTTech, Flightkeys, Kinexon, Citrine, Frequentis und Klarx.
"Zukünftiger Trend der Glokalisierung"
"Durch das intelligente Geschäftsmodell und die bereits große internationale Lieferanten- und Kundenbasis wird Kreatize einem der zukünftigen Trends der "Glokalisierung", also die Anpassung an lokale Märkte, gerecht", so Co-Investor Martin Ohneberg. Er ist Chef des Vorarlberger Automobilzulieferers Henn und Präsident der Industriellenvereinigung Vorarlberg. (apa/red)
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