Autozulieferer

Zwei Standorte in Österreich: Zulieferer Mahle "überprüft" Jobs im Ausland

Wegen des Umstiegs auf Elektroautos und der Dieselkrise sind beim deutschen Autozulieferer Mahle Stellenstreichungen im Gespräch. Es gibt aber derzeit keine offizielle Entscheidung. Mahle betreibt ein großes Werk in Kärnten und ein weiteres in Oberösterreich.

Der deutsche Autozulieferer Mahle erwägt wegen der abflauenden Konjunktur und des technologischen Wandels in der Branche einen Stellenabbau außerhalb Deutschlands. Die etwa 13.250 deutschen Mitarbeiter seien zwar bis Ende 2019 vor betriebsbedingten Kündigungen sicher. Die Produktionsstandorte weltweit, aber auch das Personal in einzelnen Ländern würden jedoch überprüft, so der Konzern.

Zwei Standorte in Österreich

Weltweit beschäftigt Mahle etwa 79.600 Menschen.

Im Kärntner St. Michael ob Bleiburg/Smihel pri Pliberku (Bezirk Völkermarkt) arbeiten gut 2.000 Menschen für Mahle Filtersysteme Austria, eine Tochter der Mahle Filtersysteme Deutschland. In Vöcklabruck in Oberösterreich arbeiten hierzulande weitere rund 200 Menschen für Mahle.

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Neben den Personalkosten will Mahle bei Sachkosten etwa für Reisen, Messen und im Einkauf sparen. Damit würden die im vergangenen Jahr gestarteten Sparprogramme ergänzt.

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Mahle nennt Elektroautos, Brexit, Konjunktur als Grund

Gründe für den neuen Sparkurs sind neben der sich abschwächenden Konjunktur politische Unwägbarkeiten wie der Brexit sowie der technologische Wandel weg vom Verbrennungsmotor mit sinkenden Absatzzahlen etwa für Diesel-Fahrzeuge. Mahle rechnet im laufenden Jahr mit einem Umsatzrückgang. Seine Geschäftszahlen für 2018 gibt der Konzern im Mai bekannt. (apa/dpa//red)

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