Solartechnik

Zusammenarbeit von SMA Solar und Siemens "erfolgreich angelaufen"

Ein rasant wachsendes Auslandsgeschäft und Kostensenkungen haben dem defizitären deutschen Solartechnikkonzern SMA Solar auf die Sprünge geholfen. Auch die Zusammenarbeit mit Siemens ist erfolgreich angelaufen.

"Wir wollen gemeinsam Systeme für große Solarparks anbieten", erklärte SMA-Vorstand Pierre-Pascal Urbon die geplante Zusammenarbeit mit Siemens. Diese sei nun gut angelaufen, wie es auf Anfrage des INDUSTRIEMAGAZIN hießt. "Da die Planung und Realisierung von PV-Großprojekten, für die wir gemeinsam mit Siemens technologische Lösungen anbieten, einige Zeit in Anspruch nimmt, rechnen wir erst im nächsten Jahr mit ergebniswirksamen Effekten aus der Kooperation", so die Informationen von SMA Solar. 

Ergebnisse

Dabei konnte das Unternehmen den Umsatz im ersten Halbjahr um über ein Viertel erhöhen, der operative Verlust (Ebit) ging deutlich auf minus 14,9 Millionen Euro von zuvor minus 62,4 Millionen Euro zurück. "Wir haben in den letzten Jahren konsequent in den Aufbau der globalen Infrastruktur investiert, um Marktschwankungen zu kompensieren, und können nun in allen Regionen vom Nachfragewachstum sowie von der Konsolidierung in der Photovoltaik-Branche profitieren", so Urbon. Wegen des Markteinbruchs in Europa hatte er SMA einen Konzernumbau verordnet, dem etwa ein Drittel der Stellen - mithin 1.600 - zum Opfer fallen. Zuletzt steuerte das Ausland 87,2 (Vorjahr: 73,4) Prozent zum Umsatz bei. Die wichtigsten Märkte seien Nordamerika, Japan, Großbritannien und Australien gewesen.

Der Konzernumbau mit dem Ziel, die Fixkosten bis Ende 2015 um 160 Millionen Euro zu reduzieren, werde sich im zweiten Halbjahr positiv auswirken, sagte Urbon. Er bekräftigte seinen Mitte Juli angehobenen Ausblick. Demnach peilt SMA Solar erstmals seit 2010 wieder ein Umsatzwachstum an und nimmt 800 bis 850 Millionen Euro ins Visier. Beim Ebit hält Urbon im besten Fall ein ausgeglichenes Ergebnis für möglich, im schlechtesten Fall erwartet er einen Fehlbetrag von 25 Millionen Euro. (apa/Reuters)

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