Baustoffindustrie

Zementkonzern LafargeHolcim baut 250 Stellen ab

Der weltgrößte Zementkonzern LafargeHolcim will bis Ende 2017 weitere 250 Stellen abbauen, etwa die Hälfte davon in der Schweiz.

LafargeHolcim Baustoffindustrie Mitarbeiterabbau

Der Zementkonzern LafargeHolcim will bis Ende 2017 weitere 250 Stellen abbauen. In der Schweiz streicht der Weltmarktführer 130 Jobs, wie LafargeHolcim mitteilte. Im Rahmen der Reorganisation sollen Konzernfunktionen und Unterstützungsdienstleistungen gestutzt werden. Keine Kürzungen seien dagegen für die Werke geplant.

LafargeHolcim ging im Sommer 2015 aus dem Zusammenschluss der französischen Lafarge mit der Schweizer Holcim hervor. Insgesamt beschäftigt der Konzern rund 100.000 Mitarbeiter.

130 Stellen werden am LafargeHolcim-Standort in Holderbank AG in der Schweiz abgebaut. Im französischen L'Isle d'Abeau streicht der Konzern 80 Arbeitsplätze. Den Rest des Abbaus verteile sich über weitere Standorte der Konzernfunktionen in anderen Teilen der Welt, schreibt der Zementkonzern.

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LafargeHolcim begründet den Abbau mit einer Anpassung der Unternehmensorganisation, die der Konzern nach dem Abschluss der Integration der früheren zwei Unternehmen vornimmt. Konkret plant der Konzern eine Vereinfachung der Struktur und eine Anpassung der technischen Supportfunktionen für die Ländergesellschaften.

Der Konzern werde in der Folge eine schlankere zentrale Organisation haben, welche sich verstärkt um die Themen Strategie, Governance und Transformation kümmere, heißt es.

LafargeHolcim hat die Arbeitnehmervertretungen an allen betroffenen Standorten bereits über die geplante Reorganisation informiert. Der Konzern strebt gemäß Mitteilung an, die Auswirkungen der Maßnahmen so gering wie möglich zu halten. Die erforderlichen Konsultationsprozesse seien eingeleitet. (APA/Reuters/sda)