Alternative Energien

Windenergie: Massiver Ausbau

2012 Zuwachs um 27 Prozent. IG Windkraft erwartet auch heuer deutlichen Ausbau um rund 420 auf 1.795 MW. Burgenland baut am meisten aus. Gesamtinvestment in Österreich 2013 voraussichtlich knapp 700 Millionen Euro.

Der Ausbau der Windkraft wird in Österreich wieder deutlich vorangetrieben. Im Jahr 2012 stieg die Erzeugungskapazität (installierte Leistung) um 27 Prozent bzw. rund 296 Megawatt (MW) auf 1.378 MW auf neue Rekorde. Im Jahr 2011 kamen nur 73,4 MW dazu. Für heuer rechnet die IG Windkraft mit einem Ausbau um weitere rund 150 Anlagen bzw. rund 420 MW auf 1.795 MW. Den stärksten Ausbau gibt es im Burgenland. Investiert wurden im Vorjahr österreichweit rund 500 Millionen Euro, heuer könnten es fast 700 Millionen Euro werden.

"Gutes Jahr für die Windkraft"

"2012 war ein gutes Jahr für die Windkraft", sagte IG-Windkraft-Geschäftsführer Stefan Moidl am Dienstag in einer Pressekonferenz. Der Ausbau sei mit dem 2012 in Kraft getretenen Ökostromgesetz voll im Gang. Der Zubau des Jahres 2012 entspricht der Stromerzeugung für mehr als 180.000 Haushalte. Für die Förderung der Windkraft zahle ein Durchschnittshaushalt nicht mehr als 5 Euro im Jahr. Die gesamten Förderkosten (inklusive Ausgleichsenergie) lägen aktuell bei 60 bis 70 Millionen Euro. Bereits jetzt seien Anlagen mit einer Kapazität von rund 50 MW nicht mehr im Fördersystem, da dieses nur für 13 Jahre nach Errichtung gilt. In den nächsten zwei Jahren würden rund 150 MW nicht mehr gefördert, und ab 2015 würden pro Jahr rund 200 MW aus dem Regime entlassen.

Die Zahl der Anlagen werde 2013 bei 912 liegen, nach 763 im Jahr 2012. Damit könnten in einem Jahr rund 3,8 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugt werden, das entspricht mehr als 6,5 Prozent des gesamten österreichischen Stromverbrauchs. Im Jahr 2012 waren es über 2,9 Milliarden kWh bzw. knapp 5 Prozent des Stromverbrauchs. Tatsächlich aus Windkraft erzeugt wurden im Vorjahr etwas unter 2 Milliarden kWh.

Burgenland am aktivsten

Die meisten Windräder wurden im Vorjahr im Burgenland aufgestellt, die installierte Leistung wuchs um rund 223 MW, das sind rund drei Viertel des Gesamtausbaus. Heuer sollen es weitere rund 218 MW werden. Das Burgenland, wo vor rund 15 Jahren praktisch kaum Strom erzeugt wurde, setzt massiv auf Windkraft. 1997 wurde der erste Windpark gebaut. Im Vorjahr macht die eigene Erzeugung bereits 71 Prozent des Stromverbrauchs aus, sagte Energie-Burgenland-Vorstandssprecher Michael Gerbavsits. Heuer könne das Burgenland rechnerisch "stromautark" werden.

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