Forschung

Wien wird Standort einer Denkfabrik der EU über die Zukunft der Produktion

Wie sich die Produktionsweisen entwickeln werden ist zentrales Thema einer von fünf "Denkfabriken" der EU, die in Wien-Aspern angesiedelt werden soll. Partner aus Österreich sind Atos, Voestalpine, Magna und vor allem die TU Wien.

Wien wird Standort für einen EU-Thinktank zur Zukunft der Produktion: Aspern wird künftig einen von fünf sogenannten Manufacturing Innovation Hubs des Europäischen Innovations- und Technologieinstituts (EIT) beherbergen, so die Wirtschaftsagentur und Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ).

Ziel der EIT-Hubs sei es, die Produktion in Europa für den wachsenden globalen Wettbewerb zu rüsten und dabei sozial und gleichzeitig ökologisch nachhaltig zu gestalten, hieß es. "Wir müssen die Chance der Digitalisierung nützen und haben daher in Wien die Ärmel hochgekrempelt, um die Zukunft der Produktion und Digitalisierung aktiv mitzugestalten. Dass wir nun ein zentraler Knotenpunkt des größten europäischen Thinktanks zum Thema Produktion werden, ist eine tolle Bestätigung unseres Weges", freute sich Hanke.

Partner aus der Industrie an Bord

Die österreichischen Partner des EU-weiten Wissensnetzwerkes sind Atos, Voestalpine, Magna und federführend die Technische Universität (TU) Wien. Der EIT-Hub wird im Technologiezentrum in Aspern beheimatet sein, wo ihm von der Wirtschaftsagentur Wien - vorerst für drei Jahre - Büroräumlichkeiten kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

White Paper zum Thema

Das 2008 gegründete EIT fördert die Zusammenarbeit von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen in sogenannten Wissens- und Innovationsgemeinschaften. Bisher wurden sechs solche Forschungsnetzwerke zu den Themen Klimawandel, Informations- und Kommunikationstechnologie, Energie, Gesundheit, Rohstoffe und Nahrung eingerichtet. (apa/red)

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