Chemische Industrie

Wegen "Harvey": BASF fährt Teile seiner Produktion in Texas herunter

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat seine Standorte in Texas teilweise oder ganz heruntergefahren. Wegen der Überflutungen kommt es auch zu Problemen beim Nachschub von Rohstoffen.

Wegen des Tropensturms "Harvey" hat der weltgrößte Chemiekonzern BASF das Tempo an seinen texanischen Standorten gedrosselt oder ganz heruntergefahren. Die größten Niederlassungen in Port Arthur und Freeport produzierten mit reduzierter Kapazität, sagte eine Sprecherin. Wegen der Überflutungen komme es zu Problemen bei der Rohstoffversorgung und beim Transport von Produkten.

Für den Wiederaufbau in Texas will BASF bis zu eine Million Dollar (rund 850.000 Euro) spenden. Außerdem würden betroffene Mitarbeiter unterstützt. Es seien "einige", hieß es.

Große Anlage zur Aufspaltung von Rohbenzin

Am Standort Freeport sind 900 BASF-Mitarbeiter und 800 Beschäftigte von Fremdfirmen im Einsatz, in Port Arthur betreibt der Konzern eine große Anlage zur Aufspaltung von Rohbenzin ("Steamcracker") mit 300 Beschäftigten. Zuvor hatte die "Rheinpfalz" darüber berichtet. Wie groß der Produktionsausfall ist, konnte die Sprecherin nicht sagen. Man sei aber gegen Szenarien dieser Art versichert.

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An anderen Standorten werden laut Sprecherin Vorkehrungen getroffen, um den Betrieb in den nächsten Tagen wieder aufzunehmen. Geschlossen sind derzeit die Büros im "Energy Tower 4" in Houston, wo BASF im März verschiedene Geschäfts- und Verwaltungseinheiten mit insgesamt 350 Mitarbeitern zusammengelegt hatte. Vorsichtshalber waren auch Anlagen in kleineren Betrieben heruntergefahren worden: in Beaumont (180 Beschäftigte) sowie in Bishop (5) und Pasadena (124). (dpa/apa/red)