Erdgas

Washington: Türkei muss "kalkulierte Provokation" vor Zypern beenden

Im Streit um Erdgasvorkommen vor den Küsten Zyperns und Griechenlands haben nun auch die USA die Türkei zum Rückzug ihres Bohrschiffes aufgefordert. Ankara müsse diese "kalkulierte Provokation" beenden, hieß es dazu.

Die US-Regierung hat die Türkei im Streit um Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer zu einem Rückzug des Forschungsschiffes "Oruc Reis" aufgefordert. "Wir fordern die Türkei dringend auf, diese kalkulierte Provokation zu beenden und unverzüglich Sondierungsgespräche mit Griechenland aufzunehmen", sagte eine Sprecherin des Außenministeriums in Washington.

Das Vorgehen der Türkei erhöhe die Spannungen in der Region, sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums weiter. Ankara erschwere absichtlich die Wiederaufnahme der Sondierungsgespräche zwischen den NATO-Partnern Griechenland und der Türkei. "Nötigung, Drohungen, Einschüchterung und militärische Aktivitäten werden die Spannungen im östlichen Mittelmeerraum nicht lösen."

Ankara hatte erneut sein Forschungsschiff "Oruc Reis" in das umstrittene Gebiet südlich der griechischen Insel Kastelorizo entsandt, nachdem es in den vergangenen Wochen Signale der Entspannung gegeben hatte. Seit der Entdeckung reicher Gasvorkommen in der Region gibt es heftigen Streit um deren Ausbeutung. Sowohl die EU-Mitglieder Griechenland und Zypern als auch die Türkei erheben Anspruch auf die betreffenden Seegebiete. (afp/apa/red)