Hintergrund

Warum Apple jetzt Steuerzahler wird: Darum geht's

Ein Weltkonzern wie Apple zahlt 0,005 Prozent Steuer - und findet das gerecht. Jetzt verurteilt die EU den mächtigen Computerriesen zu einer milliardenschweren Nachzahlung. Hier die zehn wichtigsten Details zu der spektakulären Entscheidung.

Von Andrej Sokolow und Alkimos Sartoros/dpa, APA, red

Jahrelang profitierte Apple aus Sicht der EU-Wettbewerbshüter von unrechtmäßigen Steuererleichterungen in Irland. Das Geld soll der US-Konzern nun nachbezahlen. Die EU-Kommission fordert von Apple eine beispiellose Steuernachzahlung von potenziell mehr als 13 Milliarden Euro.

Grund sind jahrelange Vereinbarungen mit der irischen Regierung, die für unzulässige Beihilfen erklärt wurden. Irland habe dem US-Computerriesen unzulässige Vergünstigungen gewährt, begründete EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager die Entscheidung in Brüssel.

Konkret: Der milliardenschwere iPhone-Produzent hat dem Urteil zufolge in Irland seit 1991 nur einen sehr viel geringeren Steuersatz als andere Unternehmen bezahlt. 2014 waren es nur noch minimale 0,005 Prozent.

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