Großprojekte

Waldviertler Europaspange: "Strategische Prüfung"

Niederösterreichs Landesrat Ludwig Schleritzko will nun eine "Strategische Prüfung Verkehr", die die Notwendigkeit des sehr umstrittenen Projekts belegen soll.

Im Zusammenhang mit der geplanten Europaspange, die das Waldviertel besser an das europäische Verkehrsnetz anschließen soll, ist Niederösterreichs Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) an das Verkehrsministerium herangetreten. Nächstes Ziel sei es, dass der Bund gemeinsam mit den Ländern Nieder- und Oberösterreich eine "Strategische Prüfung Verkehr" (SP-V) einleitet.

Er habe das Projekt sowohl schriftlich als auch in einem Gespräch mit Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) skizziert, teilte Schleritzko mit. Im Rahmen der SP-V sollen sowohl der Ausbau der Franz-Josefs- Bahn als auch der Bau der Europaspange geprüft werden. Diese Prüfung sei "zwingend notwendig und soll die Grundlagen für die Realisierung dieses Projekts schaffen".

Der Minister sei dem Ansinnen prinzipiell offen gegenüber gestanden, so der Landesrat weiter. "Klar ist: Die Europaspange kann nur umgesetzt werden, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen".

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Straßen werden budgetschonend an die Asfinag weitergereicht - und dann als wuchtige Schnellstraße errichtet

Die SP-V ist die Grundlage für die Aufnahme der Europaspange in das Bundesstraßengesetz, die wiederum Voraussetzung für den Bau der Straße durch die Asfinag ist.

"Wir wollen eine neue hochrangige Straßenverbindung zwischen der S3 Weinviertel Schnellstraße und der S10 Mühlviertler Schnellstraße", unterstrich Schleritzko. "Damit wäre der nördliche Teil Niederösterreichs an die Routen vom Schwarzwald bis ans Schwarze Meer bzw. von der Nordsee zur Ägäis angebunden. Gleichzeitig soll die Franz-Josefs- Bahn rasch ausgebaut werden." (apa/red)

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