Konjunktur

Wachstum in Europa: Konjunktur schwächt sich deutlich ab

Österreichs Wachstum sinkt 2019 von 2,0 auf 1,6 Prozent, die Eurozone wächst sogar nur noch um 1,3 Prozent.

Industriekonjunktur Europäische Union

Die EU-Winterprognose zeigt eine deutliche Abschwächung des Wirtschaftswachstums für 2019. Hatte die Herbstprognose noch ein Plus von 1,9 Prozent sowohl für die EU als auch für die Eurozone vorausgesagt, werden nun für das laufende Jahr nur noch 1,5 Prozent für die 28 EU-Staaten und 1,3 Prozent für das Währungsgebiet erwartet. Die 1,5 Prozent gelten auch bei einem Austritt der Briten.

Der Vizepräsident der EU-Kommission Valdis Dombrovskis erklärte am Donnerstag, obwohl die Voraussage den Abwärtstrend festige, würden doch alle EU-Staaten ein Wachstum aufweisen. Allerdings gebe es externe Faktoren wie die Spannungen im Welthandel und einen Abschwung bei Zukunftsmärkten, vor allem in China. Auch im Bankenbereich könnten angesichts der Schuldentragfähigkeit in einigen Euroländern Probleme wieder aufkommen. Schließlich, so Dombrovskis, sei durch einen ungeordneten Brexit ein zusätzliches Unsicherheitsrisiko gegeben.

EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Pierre Moscovici sagte, nach dem Höhepunkt des Wachstums 2017 habe sich der Abwärtstrend auch 2019 fortgesetzt. Diese Abschwächung sei stärker als noch im Herbst angenommen, vor allem in der Eurozone, was vor allem auf globale Handelsprobleme aber auch hausgemachte Schwierigkeiten in den größten Wirtschaften der Währungsunion bedingt seien. Trotzdem zeigte sich Mosvoci zuversichtlich über die teilweise guten Aussichten im Arbeitsbereich. Das Wachstum sollte sich 2020 wieder erholen.