Hintergrund

VW-Hauptversammlung - und der Machtfaktor Currywurst

Anteile am weltgrößten Autobauer zu halten ist eine anstrengende Angelegenheit - in Zeiten des Dieselskandals umso mehr. Vor wichtigen Abstimmungen sorgt Volkswagen mit einem Klassiker der eigenen Produktpalette für die richtige Motivation - der Currywurst.

Die Folgen des Dieselskandals beunruhigen die Aktionäre auf der Volkswagen-Hauptversammlung. Für Beruhigung sorgen sollen nicht nur die jüngsten positiven Zahlen, sondern auch die VW-Currywurst.

Jährlich stellt der Konzern in einer eigenen Metzgerei auf dem Fabrikgelände in Wolfsburg mehrere Millionen Currywürste her und verkauft sie versehen mit der Bezeichnung "Volkswagen Originalteil". Dazu kommen rund 600.000 Kilogramm Gewürzketchup. Die Produkte kann man in den eigenen Kantinen und im Werksverkauf beziehen, sowie auch über den Einzelhandel. 

Auf der Hauptversammlung hat Volkswagen den Klassiker wieder in den Mittelpunkt seiner Speisekarte gerückt: 2.900 Currywürste aus der eigenen Metzgerei habe der Konzern für seine Aktionäre eingeplant, sagte ein VW-Sprecher in Hannover.

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Neun Aufbautage für die jährliche Hauptversammlung

Dazu kämen für die Anteilseigner 4.500 Bouillon-Würstchen, 1.100 Krakauer und 12.000 Laugenbrezeln. Das Auditorium in der Messehalle in Hannover bietet 3.000 Sitzplätze.

Auch insgesamt ist der Aufwand für die Hauptversammlung groß: 140 Lkw-Ladungen wurden nach Hannover gebracht, 9 Aufbau- und 4 Abbautage sind notwendig für die eintägige Veranstaltung. Für die IT wurden 10.000 Meter Kupfer- und Glasfaserkabel verlegt, dazu kommen 48.000 Meter Kabel für die Lichttechnik, 5.500 Meter Strom-Hauptanschlusskabel, 1.730 Scheinwerfer und 125 stationäre Displays. (dpa/apa/red)

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