Auszeichnungen

Vorarlberger und Tiroler holen den Titel als „Fabrik des Jahres"

Bei einem europaweiten Wettbewerb gewinnt ein Werk von Hilti in Vorarlberg und eines von General Electric in Tirol einen renommierten Industriepreis. Bei einem anderen Wettbewerb auf österreichischer Ebene, der "Fabrik2017", werden diese Woche die Sieger gekürt.

Der „Fabrik des Jahres/GEO" ist der traditionsreichste und härteste Benchmark-Wettbewerb für die produzierende Industrie in Europa. An der Spitze stehen dieses Jahr gleich zwei österreichische Werke.

Nicht zu verwechseln mit "Fabrik2017"

Dieser Wettbewerb ist nicht zu verwechseln mit einem anderen Produktionswettbewerb auf österreichischer Ebene, der "Fabrik2017". Bei diesem Wettbewerb werden in wenigen Tagen beim großen Finale in Villach die Sieger gekürt.

Die Finalisten bei diesem härtesten Produktionswettbewerb Österreichs stehen bereits fest. Fraunhofer Austria und die WEKA Industrie Medien GmbH küren in wenigen Tagen zum achten Mal den Fabriksieger. Das Finale findet am 16. November 2017 bei der Infineon Technologies AG in Villach statt. Mehr dazu hier:

Alle Infos zum großen Fabrik2017-Finale bei Infineon Austria in Villach >>

Fabrik2017: Wie der Kärntner Elektronikfertiger Flex das Finalticket löste >>

"Fabrik des Jahres": Werk von General Electric in Jenbach in Tirol

Den "Global Excellence in Operations (GEO)"-Award holt sich das General Electric Werk in Jenbach in Tirol.

Das Tiroler General Electric Werk wird für seine Erfolge in effizienter Fertigung und Montage von Großteilen geehrt. „Das Werk in Jenbach schafft es, in Fluss und Takt der Produktion Spitzenleistungen abzurufen und verwendet in seinem digitalen Shopfloor Management Echtzeitdaten, um noch schneller und transparenter agieren zu können", so Marc Lakner von der Unternehmensberatung A.T. Kearney, die für den Wettbewerb verantwortlich war.

"Fabrik des Jahres": Werk von Hilti in Thüringen in Vorarlberg

In der Kategorie „Hervorragende Großserienfertigung" gewinnt Hilti aus Thüringen (Vorarlberg). Seit 1992 richtet die Unternehmensberatung A.T. Kearney gemeinsam mit der Fachzeitung Produktion den Wettbewerb aus.

Sieger in der Kategorie „Hervorragende Großserienfertigung" ist in diesem Jahr Hilti mit seiner Fabrik in Thüringen (Vorarlberg). „Das Werk realisiert sehr kurze Lieferzeiten im Bereich weniger Tage, ohne dass fertige Produkte ab Lager geliefert werden – und das bei deutlich steigender Varianz in den vergangenen drei Jahren", hob die Jury hervor.

Es könne vorbildlich auf Stückzahlschwankungen reagieren, weil Mitarbeiterkonten angeboten werden, Leiharbeit genutzt wird und auch Lieferanten für eine flexible Zusammenarbeit bereit sind. Auch zeichnet sich die Fabrik dadurch aus, dass Nachhaltigkeit in allen Bereichen umgesetzt wird.

Weitere Infos zum europaweiten Wettbewerb

Als "Fabrik des Jahres" zeichnete die Jury des Benchmark-Wettbewerbs das Werk von Procter & Gamble in Crailsheim (Baden-Württemberg) aus. „Koordiniert und in Einklang mit der Unternehmensstrategie anstelle von Schnellschüssen – das ist das Gewinner-Gen des Procter & Gamble Werks in Crailsheim", so Lakner.

Die Jury wählte Procter & Gamble in Crailsheim, denn das Werk versteht es, digitale Experimente nicht nur anzustoßen, sondern radikal anders zu denken und konsequent zu verfolgen. Durch ein strukturiertes, digitales Portfolio kann Procter & Gamble Crailsheim seine Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung gezielt steigern. Das bedeutet auch, Digitalisierungsprojekte ganz genau zu bestimmen. Im Rahmen dessen haben die Crailsheimer beispielsweise eine Loss-Analyse durchgeführt und überlegt, wo im End-to-End-Netzwerk eine digitale Transformation einen wirklichen Vorteil liefert und wo nicht.

Anfang März finden die Preisverleihungen in Ulm statt, und zwar an:

  • Die Fabrik des Jahres 2017: Procter & Gamble Manufacturing GmbH (Werk Crailsheim)
  • (GEO-Award) Global Excellence in Operations: General Electric, Distributed Power Unternehmenssparte (Werk Jenbach, Österreich)
  • Hervorragende Großserienfertigung: Hilti AG (Werk Thüringen, Österreich)
  • Hervorragende Kleinserienfertigung: Carl Zeiss Meditec AG (Werk Oberkochen)
  • Hervorragendes Produktionsnetzwerk: Voith Turbo GmbH & Co. KG (Werke Garching b. München, Crailsheim, Salzgitter)
  • Standortsicherung durch Digitalisierung: Daimler AG (Mercedes-Benz Werk Berlin)
  • Hervorragende Standortentwicklung: WashTec AG (Werk Augsburg)

(red)