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Vor Börsengang der Medizintechnik: Siemens testet Interesse der Fonds

Siemens plant den Börsengang seiner lukrativen Sparte für Medizintechnik. Der Konzernbereich mit dem Namen "Healthineers" soll bis zu 40 Milliarden Euro einbringen. Im Vorfeld gibt es Gespräche mit großen Investoren - wie etwa chinesischen Staatsfonds.

Siemens will vor dem Börsengang seiner Medizintechnik-Sparte das Interesse von potenziellen Großanlegern ausloten. "Wir planen jedenfalls, auch das Interesse von relevanten Anker-Investoren, einschließlich Staatsfonds auszutesten", sagte Konzern-Chef Joe Kaeser in einem Interview der "F.A.S."

Auf die Frage, ob dies Norwegen und China umfasse, antwortete er: "Das Spektrum der wichtigsten Staatsfonds werden wir vermutlich abdecken, ja. Der Vorteil wäre, dass damit Anker-Investoren gewonnen wären." Allerdings wäre dann der freie Fluss von Aktien nicht so hoch.

Siemens will Mehrheit behalten

Kaeser bekräftigte zudem, dass der Mutterkonzern die Mehrheit behalten solle. Das Listing sei weiterhin für das erste Kalenderhalbjahr 2018 geplant - "wenn die Märkte mitspielen".

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Die Sparte werde zunächst sicher nicht im Dax landen. "Unser Ziel ist das aber schon, und vom Wert der Medizintechnik her ist das unserer Meinung nach allemal berechtigt."

Analysten veranschlagen den Börsenwert der künftigen Siemens Healthineers AG auf bis zu 40 Milliarden Euro. (reuters/apa/red)

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