Volvo-Chef: "Inwieweit sollte ein Autobauer ein Big Brother sein?"

Der schwedische Autobauer Volvo will die Käufer seiner Automarke viel umfassender überwachen - offiziell, um Autofahren sicherer zu machen. Konzernchef Hakon Samuelsson fragt jedoch auch ganz unverblümt: "Inwieweit sollte ein Autobauer ein Big Brother sein?"

Der schwedische Autobauer Volvo will die Käufer seiner Automarke umfassend überwachen - mit dem offiziellen Ziel, das Autofahren sicherer zu machen.

Dazu hat Firmenchef Hakon Samuelsson bei einem Auftritt in Stockholm dargelegt, wie Volvo die häufigsten Unfallursachen wie Ablenkung, Drogeneinfluss und zu schnelles Fahren eindämmen will.

Grenze bei Höchstgeschwindigkeit wird vorprogrammiert

Die nächste Pkw-Generation soll mit einem sogenannten Care-Key ausgestattet werden, über den man eine Höchstgeschwindigkeit programmieren kann - für sich und für andere, denen man seinen Wagen leiht. Weiters dazu: Nie mehr über 180? Volvo will Autos drosseln >>

"Smarte" Kamera hat die Augen des Autofahrers immer im Blick

Smarte Kameras sollen überwachen, ob der Fahrer seinen Blick nach vorn gerichtet hat und gegebenenfalls ein Warnsignal geben. Außerdem arbeitet Volvo an einem System, das automatisch die Geschwindigkeit drosselt, wenn die Straßenverhältnisse schlecht sind oder man zum Beispiel an einer Schule vorbeifährt. Bereits vor einigen Wochen hatten die Schweden angekündigt, dass ihre neuen PKW nicht schneller als 180 km/h fahren sollen.

White Paper zum Thema

Maximalgeschwindigkeit von 180 km/h

"Wir können das Auto eingreifen lassen, wenn der Fahrer schlecht fährt", führte Samuelsson aus. "Doch die Frage ist, wie weit ein Autobauer Big Brother sein sollte." Volvo wolle mit den Innovationen zu einem Dialog anregen. (dpa-afx/apa/red)

Mehr zu Volvo und der chinesischen Konzernmutter:
Geely dementiert Bericht über Ausstieg bei Daimler >>  
Geely-Tochter Volvo: Zölle und Vertriebskosten belasten Ergebnis >>

Verwandte tecfindr-Einträge