Stahlindustrie

Voestalpine: Wolfgang Eder sieht Chancen durch die Fusion von ThyssenKrupp und Tata

Voestalpine Vorstandschef Wolfang Eder bekräftigt einmal mehr die Abwendung vom Massenstahl. Im Bereich High Tech Produkte sieht er durch die Fusion der beiden Mitbewerber "wenn, dann positive Auswirkungen".

Voestalpine CEO Wolfgang Eder: Die Fusion von Thyssenkrupp und Tata habe "keine spezifischen Auswirkungen und wenn, dann positive".

Der bevorstehende Zusammenschluss des deutschen Konkurrenten ThyssenKrupp mit der indischen Tata zum zweitgrößten europäischen Anbieter berührt die Voestalpine nicht direkt, sagt Voestalpine Chef Wolfgang Eder. Er erwarte  "keine spezifischen Auswirkungen und wenn, dann positive". So könnte es "durchaus Produktbereiche geben, wo durch die Fusion manche Kunden der beiden Unternehmen das Gefühl haben, zu sehr in Abhängigkeit zu geraten. Und da könnten wir eine Alternative sein", räumte der CEO heute, Donnerstag, in einer Telefonkonferenz anlässlich der aktuellen Quartalszahlen ein. An Geschäftsteilen eines der beiden Anbieter sei die voestalpine aber nicht interessiert.

Der Konzern will das Stahlgeschäfts nicht ausweiten - und konzentriere sich zunehmend auf teure Hightech-Produkte, vom Massenstahl, bekräftigte Eder erneut, wende man sich ab. Daher gelte auch für den weltgrößten Stahlkonzern ArcelorMittal und dessen Übernahme des italienischen Stahlwerks Ilva. "Wir haben kein Interesse an irgendwelchen Assets." Eder weiters: "Ja, wir behalten unsere Stahlbasis, aber wir bauen die Kapazitäten nicht aus - wir werden mit Sicherheit nicht in irgendwelche Stahl-Assets investieren, weder auf der grünen Wiese noch durch Akquisitionen." Derzeit erzielt die voestalpine in der Sparte Steel Division etwa 30 Prozent des Jahresumsatzes.

Lesen Sie auch: Bleibt Wolfgang Eder Chef der Voestalpine?