Ausbildung

Voestalpine nimmt 16 von 88.000 Flüchtlingen als Lehrlinge auf

Der zweitgrößte Konzern Österreichs will 16 Asylberechtigte beschäftigen. Sie werden als Lehrlinge in Linz, Leoben und Kapfenberg ausgebildet. Im Vorjahr haben knapp 90.000 Menschen in Österreich einen Asylantrag gestellt.

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Der börsennotierte Stahlkonzern Voestalpine nimmt asylberechtigte Jugendliche zur Lehrlingsausbildung auf. 16 fangen jetzt an. Das Ziel sind 30 zusätzlich zu den regulären 250 Lehranfängern des Unternehmens in Österreich, teilte Generaldirektor Wolfgang Eder in einer Pressekonferenz in Linz mit.

33 haben in den vergangenen sechs Monaten ein Auswahl- und Qualifizierungsprogramm am Standort Linz absolviert. Dabei wurden ihnen Soft Skills und fachliche Grundfertigkeiten im Elektro- und Metallbereich vermittelt. Sie haben die Aufqualifizierung zertifiziert abgeschlossen, 16 von ihnen wurden für die Lehrlingsausbildung aufgenommen.

Sie werden bei Voestalpine Stahl in Linz und Leoben, sowie bei Böhler Edelstahl in Kapfenberg und bei der Voestalpine VAE in Zeltweg ausgebildet.

Um die geplanten 30 zu erreichen, wird jetzt nach weiteren 14 gesucht. Das Hemmnis bestehe darin, dass sie einen positiven Asylbescheid haben müssen, gab Eder zu bedenken. "Wir sehen es als Pflicht eines Unternehmens, dem es gut geht, Menschen, die unter dramatischen Umständen nach Österreich gekommen und entwurzelt sind, eine neue Heimat zu bieten. Sie sind obendrein auch eine Bereicherung", begründet Eder die Initiative.

Nach Angaben des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres haben im Jahr 2015 in Österreich etwa 88.340 Menschen einen Asylantrag gestellt. Demnach sind 81 Prozent der neu hinzugekommenen Asylberechtigten unter 35 Jahre alt. Über zwei Drittel sind männlich.

Österreich und Schweden sind die zwei Länder mit der größten Pro-Kopf-Quote von Asylbewerbern in Europa. (apa/red)

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