Anlagenbau

Voestalpine: Neue Wärmebehandlungslinie in der Steiermark in Betrieb

Am Standort in Kindberg-Aumühl geht eine neue Wärmebehandlungslinie und eine Warmrohrrichtmaschine in Betrieb. Hier die Eckdaten zu der komplexen, weitgehend automatisiert arbeitenden Anlage.

Der Glühofen wird mit digital geregelten Rekuperatorbrennern beheizt, wie der Anlagenbauer SMS meldet.

Mit einer neuen Anlage baut der oberösterreichische Stahlkonzern Voestalpine das Geschäft mit Nahtlosrohren für die Mineralölwirtschaft und die Erdgasförderung aus.

Am Standort Kindberg-Aumühl in der Steiermark hat Voestalpine Tubulars jetzt eine neue Wärmebehandlungslinie und eine Warmrohrrichtmaschine in Betrieb genommen.

Die Kapazität der vom Anlagenbauer SMS gelieferten Anlage liegt bei rund 25 Tonnen pro Stunde. Die Anlage produziert Nahtlosrohre zwischen 60 und 273 Millimetern Außendurchmesser. Es können Stähle bis zu einem Legierungsgehalt von rund 20 Prozent verarbeitet werden.

Eckdaten zur Anlage

Die Wärmebehandlungslinie besteht aus einem Austenitisierungsofen mit Hubbalkentransport, einer Abschreckanlage, einem Kühltisch zum Normalglühen, einem Anlassofen, ebenfalls mit Hubbalkentransport, einem Kühlbett sowie zwei Sägestationen zur Probenentnahme. Dies ermöglicht verschiedene Verfahrensschritte wie Vergüten, Normalisieren sowie Zwischenglühen auf einer Anlage.

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Die Wärmebehandlungslinie kann Rohre mit Wanddicken von bis zu 25 Millimetern behandeln. In einem späteren Stadium kann die Linie um eine zusätzliche Abschreckeinheit erweitert werden und dann Rohre mit Wanddicken von über 30 Millimetern verarbeiten.

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Die vollautomatische Abschreckanlage soll für ein schnelles und homogenes Kühlen der Rohre sorgen. Im Bild ein Rendering.

Die Schrägwalzenrichtmaschine mit zehn individuell gesteuerten Walzen ist nach Angaben von SMS robust konstruiert und ermöglicht einen schnellen Walzenwechsel für kürzeste Stillstandszeiten. Die Steuerung der Anlage erfolgt vollautomatisch.

Endabnahme nach nur zwei Monaten

Wegen ihrer Produktflexibilität soll sich die Anlage auch für die Verarbeitung kleiner Losgrößen und verschiedener Produktgruppen eignen, so der Lieferant. Ein Rekuperatorbrenner mit niedrigen NOx-Emissionen in den Öfen soll Brennstoffersparnisse ermöglichen. Die Wasseraufbereitungsanlage kühlt und filtert bis zu 1.800 Kubikmeter Wasser pro Stunde und reduziert den Frischwasserbedarf.

Die Endabnahme hat SMS mit Technikern der Voestalpine Tubulars nach nur zwei Monaten erreicht, in denen Leistungsparameter wie der spezifische Brennstoffverbrauch, die Gleichmäßigkeit der Temperatur, die Produktionsleistung und die endgültige Rohrqualität erfüllt worden sind.

Eckdaten zu SMS

SMS Group ist eine Gruppe international tätiger Anlagen- und Maschinenbauer für die Stahl- und NE-Metallindustrie mit etwa 13.500 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von zuletzt rund drei Milliarden Euro. Alleineigentümer der Holding SMS group GmbH ist die Familie Weiss Stiftung.

(red)

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