Stahlindustrie

Voestalpine in Leoben: Forschen im Stahlwerk im Kleinformat

Die Voest will im "Technikum Metallurgie" in Leoben Hochleistungsstähle entwickeln, die von den Werken in der Steiermark zu Spezialschienen, Walzdraht und belastbaren Rohren für die Erdölindustrie weiterverarbeitet werden. Die Testeinheiten werden bis zu fünf Tonnen umfassen.

Ein Forschungsstahlwerk in Kleinformat um 18 Mio. Euro hat die Voestalpine in Leoben eröffnet: Im "Technikum Metallurgie" werden künftig neue Hochleistungsstähle entwickelt, die von den steirischen Niederlassungen zu Spezialschienen, Qualitätswalzdraht und belastbaren Ölfeldrohren weiterverarbeitet werden. Die Testeinheiten werden bis zu fünf Tonnen umfassen.

"Die Voestalpine erzielt heute zwei Drittel des Konzernumsatzes aus der Verarbeitung von Stahl zu anspruchsvollen Komponenten und Systemlösungen, etwa für die weltweite Automobil-, Bahninfrastruktur- oder Luftfahrtindustrie. Mit der Forschungsanlage Technikum Metallurgie eröffnen wir uns völlig neue Möglichkeiten in der Entwicklung zukunftsweisender Stahlsorten, die die Voraussetzung für die hohe Qualität unserer Endprodukte bilden", sagte Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der Voestalpine AG, anlässlich der Eröffnung.

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Die Eckdaten

In dem Forschungsstahlwerk - "TechMet" - werden noch leichtere, reinere und festere Stähle in kleinen Einheiten von bis zu fünf Tonnen hergestellt. Im Vergleich dazu sind bestehende Produktionsanlagen der Metal Engineering Division in Leoben-Donawitz auf Mindestmengen von 68 Tonnen ausgelegt.

"Die neue Forschungsanlage bietet uns eine ideale Testumgebung, um unsere Stähle rasch an die Bedürfnisse unserer Kunden und geänderte Marktanforderungen anzupassen. Die Anlagenkonfiguration ermöglicht uns, die gewonnenen Ergebnisse direkt auf die Großanlagen zu übertragen", so Franz Kainersdorfer, Vorstandsmitglied der Voestalpine AG und Leiter der Metal Engineering Division.

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Die Produktentwicklung im "Technikum Metallurgie" erfolgt laut Voestalpine über eine CO2-reduzierte Route: Als Energieträger für die Erschmelzung des Vormaterials dient elektrischer Strom aus erneuerbaren Energien, wodurch mindestens 2.800 Tonnen CO2 pro Jahr am Standort eingespart werden.

Für die Lieferung der Kernkomponenten - neben den Schmelzöfen auch eine Stranggussanlage - hat der steirischer Anlagenbauer Inteco mit Sitz in Bruck an der Mur verantwortlich gezeichnet. Angesiedelt ist das 2.800 Quadratmeter große Forschungszentrum im ehemaligen, fast 100 Jahre alten Gießereigebäude am Standort Leoben-Donawitz, das umfassend renoviert wurde. (apa/red)

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