Halbleiter

Versum-Aktionäre stimmten Übernahme durch Merck zu

Der deutsche Spezialchemiekonzern Merck darf nach einer anfänglich scharfen Abwehr den amerikanischen Chipzulieferer Versum übernehmen. Der Deal ist knapp sechs Milliarden Euro schwer.

Die Aktionäre des US-Chipzulieferers Versum haben der Übernahme durch den deutschen Spezialchemiekonzern Merck zugestimmt. In der Nacht auf Dienstag votierten sie auf einer außerordentlichen Hauptversammlung für den 5,8 Mrd. Euro schweren Deal. Die Transaktion soll in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden, wie Merck mitteilte.

Merck hatte nach einigem Tauziehen und der Erhöhung des Angebots im April das Versum-Management auf seine Seite gezogen. Der Konzern tariert mit dem Zukauf seine drei Sparten besser aus, zugunsten des lukrativen Geschäfts mit Display- und Halbleiter-Herstellern. Der Anteil dieses Spezialchemie-Geschäfts am Umsatz des Konzerns steigt mit der Übernahme auf 23 von bisher 16 Prozent.

Versum hat rund 2.300 Mitarbeiter und erzielte 2018 einen Umsatz von 1,4 Mrd. Dollar (1,25 Mrd. Euro). (reuters/dpa/apa/red)

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