Firmenübernahmen

USA warnen: China kauft Portugals Infrastruktur auf

Portugal wird von der EU gezwungen, große Infrastrukturbetriebe des Landes zu privatisieren. Da stehen Staatskonzerne aus China gerne bereit. Anteile an Häfen, Banken und der Fluggesellschaft TAP haben sie schon. Jetzt ist Portugals größter Energieversorger dran. Washington warnt vor dem Ausverkauf eines europäischen Landes.

Die USA haben Portugal davor gewarnt, sich in zu große Abhängigkeit von China zu begeben. Hintergrund sind die Pläne des chinesischen Staatskonzerns China Three Gorges, den Versorger Energias de Portugal (EDP) zu übernehmen. Bisher hält der Riese aus der Volksrepublik 23 Prozent der Anteile am wertvollsten Unternehmen Portugals.

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"Wir sind absolut gegen eine solche Entwicklung", sagte George Glass, US-Botschafter in Botschafter in Portugal, der Wochenzeitung "Jornal Economico". EDP verwalte 80 Prozent der elektrischen Energie Portugals und dürfe daher nicht in die Hände einer fremden Macht geraten.

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Portugal wird von der EU zu Privatisierungen gezwungen

Portugal ist einer der europäischen Staaten, die chinesischen Investitionen am offensten gegenüberstehen. Das liegt auch daran, dass die Europäische Union ihr südwestlichstes Mitgliedsland während der Finanzkrise dazu verpflichtete, seine Staatskonzerne zu veräußern. Im Gegenzug erhielt Portugal eine Finanzspritze von 78 Milliarden Euro.

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China hält deshalb auch Anteile an der größten Privatbank und dem größten Versicherer des Landes. Auch die Airline TAP und der Netzwerkbetreiber REN haben chinesische Großinvestoren. Zudem hat Portugal den Tiefwasserhafen Sines für das chinesische Infrastrukturprojekt "Neue Seidenstraße" geöffnet. (afp/apa/red)

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