Internetkriminalität

US-Behörden: Siemens von Hackern aus China angegriffen

Laut amerikanischen Behörden soll eine chinesische Firma für IT-Sicherheit in Netzwerke von Siemens eingedrungen sein. Dort hätte sie Daten aus den Sparten Transport und Energie gestohlen. Auch andere Firmen sollen betroffen sein.

Drei Personen mit Verbindungen zu einer chinesischen Cyber-Sicherheitsfirma sollen nach US-Gerichtsunterlagen in Netzwerke von Siemens und anderen Firmen eingedrungen sein.

Die Angriffe auf die Netzwerke von Siemens seien der Anklage zufolge zwischen 2011 und 2017 erfolgt. Es seien Daten von den Transport-, Technologie- und Energiebereichen bei Siemens gestohlen worden.

Entwickler eines Navigationssystems ebenfalls angegriffen

Nach der Anklageschrift eines Gerichts in Pittsburgh sollen die Angeklagten auch Netzwerke des GPS-Technik-Anbieters Trimble und von Moodys Analytics, der Risikomanagement-Sparte der Ratingagentur Moody's, gehackt haben.

Es handle sich um Eigentümer, Mitarbeiter und Partner der Firma Guangzhou Bo Yu Information Technology Company aus dem südchinesischen Guangzhou. Vertreter der Beschuldigten und der chinesischen Sicherheitsfirma waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Hacker sollen nicht im Auftrag Pekings spioniert haben - offiziell

Trimble sei ausgespäht worden, als das Unternehmen ein neues satellitengestütztes Navigationssystem entwickelt habe.

Die drei chinesischen Staatsbürger seien nicht in Gewahrsam, teilte die Staatsanwaltschaft in Pittsburgh mit. Sie würden als Einzelpersonen behandelt und nicht als vom Staat unterstützte Hacker. (reuters/apa/red)

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