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Umsatz von Montana Tech klettert kräftig nach oben

Michael Tojners Industriegruppe Montana Tech hat im ersten Halbjahr 2020 knapp ein Drittel mehr Umsatz gemacht. Einen besonders starken Anstieg gab es beim Batteriehersteller Varta, während die Sparten für Luftfahrt und Alpine Metal Tech unter der Coronakrise leiden.

Michael Tojners Industriegruppe Montana Tech Components (MTC) hat im ersten Halbjahr 2020 knapp ein Drittel mehr Umsatz gemacht. Dazu trug vor allem der Umsatzanstieg bei der deutschen Batterieproduktions-Tochter Varta bei. Die Coronakrise werde dennoch ihre Spuren in der Gruppe hinterlassen, so das Unternehmen.

Negative Auswirkungen habe die Krise vor allem auf die Aerospace-Division der MTC, heißt es im Ausblick. Diese habe im zweiten Quartal wegen einer schwachen Nachfrage deutliche Umsatz und Ergebnisrückgänge verzeichnet. Auch die Produktionsstandorte in Rumänien und Vietnam würden nur mit Verzögerung hochgefahren.

Für das dritte Quartal sehe man noch keine Besserung der Lage im Aerospace-Bereich, für das vierte Quartal sei jedoch eine Verbesserung des Absatzes in Sicht. Das Unternehmen erwartet weiters, dass im weiteren Jahresverlauf andere Divisionen, "die trotz der Umstände besser als budgetiert unterwegs sind", die negativen Effekte in der Luftfahrt-Sparte ausgleichen können.

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Auch die Alpine Metal Tech habe unter den coronabedingten Reisebeschränkungen gelitten, da dadurch Auslieferungen teilweise verhindert worden seien. Die Gruppe sei derzeit "in der Umsetzung einer weiteren Konzentration der Standorte in Deutschland", heißt es im Halbjahresbericht. Wie das Unternehmen im ersten Quartal bekannt gab, sollen die Asta-Gruppe sowie die Alpine Metal Tech im Laufe des Jahres noch in die Aerospace-Sparte integriert werden.

Im Halbjahr erzielte die Montana Tech Gruppe einen Umsatz von rund 851 Mio. Euro, das waren 31,9 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Der Varta Gruppe alleine sind davon 390,7 Mio. Euro Umsatz (plus 158 Prozent zum Vorjahr) zuzurechnen - auch dank des Kaufs der Varta Consumer Batteries, wie es in dem Bericht heißt. Ohne die Varta Consumer Batteries würde der Umsatzzuwachs bei 66,5 Prozent liegen.

Die Varta erwartet einen Jahresumsatz von bis zu 830 Mio. Euro und geplante Jahresinvestitionen von bis zu 360 Mio. Euro. Bis Ende des kommenden Jahres werde eine Produktionskapazität für 300 Mio. Stück wiederaufladbare Lithium-Ionen Microbatterien zur Verfügung stehen, so das Unternehmen.

Unterm Strich blieb bei der gesamten MTC-Gruppe ein Periodengewinn von 29,4 Mio. Euro übrig, das ist ein Plus von 39,8 Prozent zum Vorjahr. Operativ stieg der Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) um 43,3 Prozent auf 126 Mio. Euro, das Betriebsergebnis (EBIT) legte um 52,1 Prozent auf 66,1 Mio. Euro zu. (apa/red)