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Umfrage: Mangel an Fachkräften bleibt für heimische KMU ein Problem

Laut einer Ufrage des Unternehmensberaters Ernst & Young haben drei Viertel der heimischen Mittelständler Schwierigkeiten, gut ausgebildetes Personal zu finden. Die meisten unbesetzten Stellen gibt es in technischen Bereichen sowie in der IT.

Drei Viertel der heimischen Mittelstandsunternehmen haben Probleme, geeignete Fachkräfte zu finden. Das geht aus einer Umfrage im Rahmen des Mittelstandsbarometers des Unternehmensberaters EY hervor. Die meisten unbesetzten Stellen gibt es in den Bereichen Technik und IT. Rund ein Drittel der befragten Unternehmen verlieren auch Umsatz aufgrund des Fachkräftemangels, Energie- und Wasserversorgungsbranche sind davon am meisten betroffen.

Nach Bundesländern betrachtet haben laut Umfrage Unternehmen in Vorarlberg und Oberösterreich die größten Probleme bei der Rekrutierung von Fachkräften, leichter haben es Firmen in Wien und Tirol. Insgesamt sehen die Mittelstandsunternehmen den Fachkräftemangel unter den Top-3-Risiken für ihr Geschäft.

Schmerzhafter Mangel an guten Spezialisten auch in der Krise

"Zwar lässt die Coronakrise den Personalbedarf der Wirtschaft gerade kräftig schrumpfen, doch der Fachkräftemangel wird dadurch nur ein kleines bisschen abgemildert - viele Branchen holt er auch während der Krise trotz hoher Arbeitslosenzahlen schmerzhaft ein", kommentierte der Managing Partner bei EY Österreich, Erich Lehner, die Umfrageergebnisse.

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Angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit, die sich jetzt durch das Auftreten einer neuen Virusvariante weiter verschärft habe, würden sich die Unternehmen auch bei Neueinstellungen wieder stärker zurückhalten. Wie schon im Vorjahr bremse die Situation auf dem Arbeitsmarkt die Wachstumspläne von Österreichs Betrieben, so Lehner.

Für das Barometer wurden 800 mittelständische, nicht kapitalmarktorientierte Unternehmen mit 30 bis 2.000 Mitarbeitern in Österreich repräsentativ befragt. Die telefonische Befragung erfolgte durch das Marktforschungsinstitut Makam Research im Dezember 2020. (apa/red)