Rohstoffe

Ukraine erweitert Sanktionen gegen Gazprom

Die Ukraine hat ihre Sanktionslisten gegen Unterstützer der russischen Politik um mehr als 500 Personen und knapp 300 Unternehmen erweitert, darunter führende Manager von Gazprom und Rusal.

Die Ukraine hat ihre Sanktionslisten gegen Unterstützer der russischen Politik um mehr als 500 Personen und knapp 300 Unternehmen erweitert. Unter anderen können Gazprom-Chef Alexej Miller und der russische Oligarch Oleg Deripaska für die nächsten drei Jahre nicht in das Nachbarland reisen, wie einer Liste des Präsidialamts zu entnehmen ist.

Sie sollen in der Ukraine weder über eventuelles Vermögen verfügen noch dieses ausführen können. Der 50-jährige Deripaska ist Eigentümer eines Aluminiumoxid-Werks im südukrainischen Mykolajiw. Betroffen sind auch nach dem Umsturz 2014 aus dem Land geflohene Ukrainer.

Auch die vorhandenen Internetsperren gegen russische Webseiten wurden erweitert. Unter anderem werde die Homepage des staatlichen russischen Medienkonzerns "Rossiya Segodnya" (Russland Heute) nicht mehr erreichbar sein, hieß es.

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Die Sanktionen werden seit 2015 verhängt und galten anfänglich für Russen und Ukrainer, die an der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim 2014 beteiligt waren. Die Listen werden seitdem immer wieder aktualisiert. (dpa/apa/red)