Energiewirtschaft

Übernahme von Innogy: Eon will Bereiche in Osteuropa verkaufen

Mit dem Verkauf von Konzernbereichen in Ungarn und Tschechien will der deutsche Energieriese den Widerstand von Wettbewerbsbehörden überwinden, um die Konzerntochter von RWE doch noch übernehmen zu können.

Der Energiekonzern Eon will mit Zugeständnissen Bedenken der EU-Kommission gegen die Übernahme der RWE-Tochter Innogy überwinden. Die Vorschläge sähen Verkäufe im ungarischen Stromkunden-Geschäft sowie des Strom- und Gaskundengeschäfts von Innogy in Tschechien vor, sagte ein Unternehmenssprecher. In Deutschland wolle sich Eon von 260.000 Kunden trennen, die Heizstrom beziehen.

Eon bietet Verkäufe in Ungarn und Tschechien an

Zudem will der Konzern 32 Ladestationen für Elektroautos an Autobahnen verkaufen. Eon und der bisherige Rivale RWE hatten einen umfangreichen Tausch ihrer Geschäftsfelder vereinbart. Eon will dabei die Energienetze und das Endkundengeschäft von Innogy übernehmen. Dieser Teil des Deals wird derzeit von Brüssel intensiv geprüft. Die Wettbewerbshüter untersuchen unter anderem, ob den Stromkunden Preiserhöhungen drohen. Die Übergabe des Ökostrom-Geschäfts von Eon und Innogy an RWE haben sie bereits genehmigt.

Widerstände von Wettbewerbsbehörden

Die EU-Kommission werde jetzt Marktteilnehmer auffordern, zu den Vorschlägen Stellung zu nehmen, hatte Eon-Chef Johannes Teyssen nach Unternehmensangaben in Berlin gesagt. Das sei ein Standardverfahren. Eon erwartet den Abschluss der Innogy-Übernahme für die zweite Jahreshälfte. (dpa/apa/red)

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