Firmenanteile

Übernahme aus Taiwan: Erhard Grossnigg steigt bei S&T aus

Bei der Linzer Softwareschmiede S&T reduziert der Investor Erhard Grossnigg seine Anteile auf null. Die Anteile des Geschäftsführers Hannes Niederhauser sinken um die Hälfte auf knapp 2,5 Prozent. Die Mehrheit des Unternehmens übernimmt wie berichtet der taiwanesische Elektronikriese Foxconn.

Im Zuge des Einstiegs der taiwanesischen Foxconn beim börsennotierten Linzer Softwareunternehmen S&T hat dessen CEO Hannes Niederhauser seinen Aktienanteil von 4,97 auf 2,45 Prozent reduziert.

Der Investor Erhard Grossnigg, der über die grosso Holding 14,05 Prozent an S&T hielt, steigt mit seiner grosso Holding und der Augusta Holding ganz ausgestiegen und reduziert seinen Anteil auf Null.

Hier eine ausführliche Meldung zu dieser Übernahme: Taiwanesische Foxconn übernimmt die Mehrheit an Linzer S&T

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Beide Verkäufe passierten vorbehaltlich ausstehender behördlichen Genehmigungen. Grossniggs Totalausstieg passiert unter einer aufschiebenden Bedingung, teilte die S&T ad hoc mit.

Eckdaten zu den Unternehmen

Die in Linz ansässige S&T AG gehört zu den zehn größten IT-Unternehmen Mitteleuropas. Mehr zum Unternehmen in der Bildergalerie "Österreichs Beste: Top 250 Industrieunternehmen". S&T AG ist mit rund 2.400 Mitarbeitern und Niederlassungen in 20 Ländern weltweit tätig. Die Ennoconn Corporation ist ein Tochterunternehmen des weltweit größten Elektronikherstellers Hon Hai Precision Industry Co., Ltd., der unter der Marke Foxconn als Produzent der Apple iPhones bekannt ist.

Der taiwanesische Hersteller Foxconn ist  weltgrößter Zulieferer für die Elektronikbranche. Foxconn beliefert Apple sowie den größten Teil der Smartphone-Hersteller. In den vergangenen Jahren kam der Hersteller wiederholt in die Schlagzeilen mit einer Reihe von Selbstmorden von Mitarbeitern auf dem Gelände seiner Fabriken. Alleine 2010 nahmen sich 13 seiner Mitarbeiter das Leben. Foxconn steht auch immer wieder wegen schlechter Arbeitsbedingungen, niedriger Löhne und der Beschäftigung Minderjähriger in der Kritik. Immer wieder kam es zu Protesten. 2012 haben sich 2.000 Mitarbeiter von Foxconn in einem Werk in China eine Massenschlägerei mit den Wachleuten geliefert. (apa/red)

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