Übernahmepoker

Trotz Gegenangebots: Veoneer hält an Magna-Offert fest

Der schwedische Zulieferer Veoneer hält an der Zusage zur Übernahme durch die Austrokanadier fest - trotz höheren Gegenangebots des Chipherstellers Qualcomm.

Automobilzulieferer Chiphersteller Magna Qualcomm Veoneer Übernahmen

Die Fusionsvereinbarung mit Magna bleibe voll umfänglich bestehen, teilte Veoneer am Dienstag mit.

Der schwedische Autozulieferer Veoneer hält an seiner Zusage zur Übernahme durch die österreichisch-kanadische Magna fest trotz des höheren Gegenangebots des Chipherstellers Qualcomm. Die Fusionsvereinbarung mit Magna bleibe voll umfänglich bestehen, teilte Veoneer am Dienstag mit. Der Vorstand ziehe seine Empfehlung trotz des höheren Kaufpreises von Qualcomm nicht zurück. Er werde aber Gespräche mit dem Chiphersteller führen.

Ob am Ende der Verwaltungsrat von dem Angebot überzeugt werden könne, sei aber offen. Die in Stockholm notierten Veoneer-Aktien gaben nach der Mitteilung um 1,7 Prozent nach.

Qualcomm hatte am Montag ein Gegenangebot zu der eigentlich schon beschlossenen Übernahme des schwedischen Autoteile-Herstellers durch Magna vorgelegt. Der US-Halbleiterhersteller will 4,6 Milliarden Dollar (3,90 Mrd. Euro) zahlen, knapp 20 Prozent mehr als Magna. Börsianer schlossen nun einen Bieterwettkampf zwischen Qualcomm und Magna nicht aus. Magna äußerte sich zunächst nicht. Der Konzern hatte im Juli erklärt, mit Veoneer sein Geschäft mit Fahrer-Assistenzsystemen ausbauen zu wollen.

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(APA)