Zulieferindustrie

Traditionsunternehmen Knorr-Bremse geht an die Börse

Anteile am Münchner Bremsenhersteller Knorr-Bremse sollen noch heuer an der Börse verkauft werden. Mehrheitsaktionär Heinz Hermann Thiele will damit sein Erbe regeln, aber zunächst die Mehrheit behalten.

Der deutsche Bremsenhersteller Knorr-Bremse will noch in diesem Jahr an die Börse gehen. Das Münchner Traditionsunternehmen kündigte den seit Monaten erwogenen Schritt am Montag offiziell an.

Platziert werden sollen nur Aktien aus dem Besitz von Mehrheitsaktionär Heinz Hermann Thiele und seiner Familie, wie Knorr-Bremse mitteilte. Dem Unternehmen selbst fließt damit kein Geld zu.

Thiele will vorerst die Mehrheit behalten

Der 77-jährige Thiele will mit dem Börsengang sein Erbe regeln. Er will zunächst aber zusammen mit seiner Tochter die Mehrheit behalten. Insidern zufolge könnten 25 bis 30 Prozent der Knorr-Bremse-Anteile verkauft werden. Mit mehr als drei Milliarden Euro wäre die Emission, die in den nächsten vier Wochen über die Bühne gehen dürfte, dann einer der größten in Deutschland in diesem Jahr.

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Begleitet wird der Börsengang von der Deutschen Bank, JP Morgan und Morgan Stanley. (reuters/apa/red)