Chiphersteller

Toshiba will den Verkauf seiner Chipsparte offenbar nicht stoppen

Der angeschlagene japanische Industrieriese weist Berichte zurück, wonach der Verkauf seiner Chipsparte gestoppt werden sollte. Derzeit fehlt noch die Zustimmung der Chinesen zum 18 Milliarden Dollar schweren Deal.

Toshiba hat Berichte zurückgewiesen, wonach der Verkauf der Chip-Sparte gestoppt werden solle, wenn die chinesischen Behörden dafür bis Mai kein grünes Licht geben. Toshiba halte an der Veräußerung fest, teilte der japanische Konzern mit. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, Toshiba habe sich von den Verkaufsplänen verabschiedet.

Konzern hält am milliardenschweren Deal fest

Die Frist für die 18-Milliarden-Dollar schwere Veräußerung an ein von US-Finanzinvestor Bain Capital geführtes Konsortium war am 31. März verstrichen, weil die chinesische Zustimmung fehlte. Der neue Toshiba-Chef Nobuaki Kurumatani hatte aber zuletzt erklärt, das Geschäft dennoch durchziehen zu wollen. Durch das Verstreichen der Frist hätte der japanische Konzern die Option, sich ohne Ausgleichszahlung vom Deal zurückzuziehen.

Toshiba war durch die Insolvenz seiner US-Atomsparte Westinghouse in finanzielle Schwierigkeiten geraten und hatte den Verkauf verschiedener Unternehmensteile angestoßen, um wieder Geld in die Kasse zu bekommen.

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Nach monatelangem Ringen hatte Toshiba im September Bain Capital als Käufer für seine Chipsparte gewonnen, die immer noch den Großteil der Gewinne des Gesamtkonzerns einfährt.

Toshiba braucht die Einnahmen aus dem Verkauf aber nicht mehr so dringend, nachdem er durch eine Kapitalerhöhung mehr als fünf Milliarden Dollar einsammelte. Manche Investoren halten den vereinbarten Preis von 18 Milliarden Dollar auch für zu gering und fordern Nachverhandlungen. (reuters/apa/red)

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