Chiphersteller

Toshiba verkauft Chipsparte: Amerikaner sollen jetzt doch Vorfahrt haben

Toshiba muss Geld auftreiben, um die Verluste der insolventen US-Atomtochter Westinghouse auszugleichen. Doch der Verkauf der Sparte für Flash-Speichermedien ist schwierig, weil sich der amerikanische Anteileigner Western Digital nicht einfach so hinausdrängen lässt.

Der angeschlagene japanische Elektrokonzern Toshiba konzentriert sich bei den Verhandlungen über einen Verkauf der Chipsparte einem Bericht zufolge auf Western Digital. Das habe Toshiba-Chef Satoshi Tsunakawa Gläubigern mitgeteilt, berichtete die Wirtschaftszeitung "Nikkei" ohne Angabe von Quellen. Demnach plant das US-Unternehmen, einen Anteil von weniger als 20 Prozent zu übernehmen.

Ein bevorzugter Bieter wartet schon - mit Finanzfirmen an Bord

Toshiba muss Geld auftreiben, um die Verluste der insolventen US-Atomtochter Westinghouse auszugleichen und plant dafür, das Geschäft mit Flash-Speichermedien abzugeben. Im Juni wurde bereits ein Konsortium als bevorzugter Bieter ausgewählt. Daran sind etwa japanische Fonds, der Finanzinvestor Bain Capital und der südkoreanische Chiphersteller SK Hynix beteiligt.

Dagegen klagte allerdings Western Digital. Das Unternehmen ist an der wichtigsten Chipfabrik von Toshiba beteiligt und pocht auf ein Mitspracherecht. Daraufhin forderten die Fonds, dass der Konflikt vor einem Vertrag gelöst werden soll. Insidern zufolge begann Toshiba daraufhin, auch mit Western Digital und dem taiwanesischen Smartphone-Auftragshersteller Foxconn zu verhandeln. (reuters/apa/red)

Verwandte tecfindr-Einträge