Verpackungsindustrie

Tojners Aluflexpack schafft den Sprung in die Gewinnzone

Im ersten Halbjahr des Vorjahres machte Aluflexpack noch einen Verlust - heuer ist nach einem Umsatzanstieg das Ergebnis positiv. Der Hersteller beliefert unter anderem die Lebensmittelindustrie und die Pharmabranche mit Verpackungen aus Aluminium und Plastik.

Der schweizerisch-kroatische Verpackungshersteller Aluflexpack, der dem österreichischen Investor Michael Tojner gehört, hat im ersten Halbjahr 2020 trotz Coronakrise ein Umsatzplus und einen Gewinn erzielt. Der Umsatz erhöhte sich organisch um 14 Prozent auf 115,5 Mio. Euro, unter dem Strich machte das Unternehmen einen Gewinn von 2,7 Mio. Euro, nach einem Verlust von 8 Mio. Euro im Halbjahr 2019.

Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA lag nach sechs Monaten bei 17,3 Mio. Euro (davor 14 Mio. Euro), gab die Firma am Montag bekannt.

Aluflexpack macht für die Lebensmittel- und Pharmabranche Verpackungen aus Aluminium und Plastikfolie.  Kunden sind etwa Nestlé, Ferrero und Coca-Cola. Starke Zuwächse erzielte das Unternehmen in den Bereichen Kaffee und Tee (+39 Prozent), Tiernahrung (+18 Prozent), Milchprodukte (+16 Prozent) und Pharma (+15 Prozent).

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Stabile Nachfrage auch im zweiten Halbjahr erwartet

Negative Auswirkungen durch die Covid-19-Pandemie auf das diesjährige Osterfest sowie Unterbrechungen und Störungen in Vertriebskanälen für Süßwarenprodukte sorgten jedoch im Süßwaren-Geschäft für einen Umsatzrückgang um 18 Prozent.

Aluflexpack erwartet auch für den Rest des Geschäftsjahres eine stabile Nachfrage. Das Management bestätigte den im Februar getätigten Ausblick. Der Nettoumsatz wird bei 220 bis 230 Mio. Euro gesehen, das EBITDA vor Sondereffekten zwischen 32 und 35 Mio. Euro.

Der Verpackungshersteller beschäftigt an vier Standorten in Kroatien sowie je einem in der Schweiz, in Frankreich und in der Türkei rund 1.250 Mitarbeiter. (apa/red)

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