Energieversorger

Tiwag darf die Kraftwerksgruppe im Kühtai ausbauen

Der Verwaltungsgerichtshof in Wien gibt dem Tiroler Versorger Tiwag grünes Licht für den hoch umstrittenen Ausbau der Kraftwerksgruppe im Kühtai. Mit dem Urteil ist die UVP endgültig abgeschlossen und von allen Höchstgerichten bestätigt.

Der Verwaltungsgerichtshof in Wien hat Grünes Licht für den Ausbau der Tiwag-Kraftwerksgruppe im Tiroler Kühtai gegeben. "Unser Kraftwerksprojekt ist im Zuge des elfjährigen Verfahrens über mehrere Instanzen hinweg geprüft worden", zeigte sich Tiwag-Vorstandsvorsitzender Erich Entstrasser in einer Aussendung erfreut.

Mit dem nun vorliegenden Urteil sei die Prüfung der Umweltverträglichkeit für die Errichtung und den Betrieb des Ausbaues Kühtai endgültig abgeschlossen und von allen Höchstgerichten bestätigt. "Der Ausbau der Wasserkraft ist neben dem Stromsparen und der Förderung weiterer, umweltfreundlicher Technologien Voraussetzung für die Energieautonomie Tirols", meinte Landeshauptmann und Tiwag-Eigentümervertreter Günther Platter (ÖVP).

Im Zuge der Erweiterung der Kraftwerksanlage im Kühtai sind ein zusätzlicher Speichersee mit 31 Millionen Kubikmetern Fassungsvermögen sowie ein Pumpspeicherwerk als zweite Oberstufe geplant. Die Speicherkapazität kann dadurch um rund 50 Prozent erhöht werden. Der offizielle Baustart ist für das Frühjahr 2021 geplant. (apa/red)

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