Kristallkonzern

Swarovski will Werke in China und Tschechien schließen

In das Stammwerk in Wattens in Tirol sollen in den nächsten drei Jahren rund 90 Millionen Euro in den Ausbau der Produktionsinfrastruktur investiert werden.

Swarovski

Der Tiroler Kristallkonzern Swarovski will die Werke in China und Tschechien schließen. Dies gab das Unternehmen am Donnerstag in einer Aussendung bekannt. In das Stammwerk in Wattens in Tirol sollen in den nächsten drei Jahren rund 90 Millionen Euro in den Ausbau der Produktionsinfrastruktur investiert werden.

In China seien rund 200 Mitarbeiter von der Schließung betroffen, in Tschechien 75. Die Wettbewerbsbedingungen in China würden es für Swarovski zunehmend schwierig machen, "mit den eigenen hohen Ansprüchen an Geschäftsethik und Qualität kostendeckend zu produzieren", hieß es. Das Unternehmen habe sich daher zur Schließung des Werkes in Jingshang entschlossen. Auch aus Tschechien werde man sich im Laufe dieses Jahres zurückziehen. Nähere Gründe für den Rückzug aus diesen beiden Ländern wollte das Unternehmen nicht bekannt geben.

Die Produktion soll somit künftig am Stammsitz Wattens sowie im neuen Werk in Serbien konzentriert werden. "Wir setzen auf die Stärkung und den Ausbau von Wattens", meinte Markus Langes-Swarovski, Mitglied des Executive Board. Neben dem Ausbau der Kristallwelten seien in den nächsten Jahren auch Investitionen in die Innovations- und Technologiekompetenz am Stammwerk in Tirol vorgesehen. (APA)