Außenhandel

Südamerika-Bund Mercosur will Freihandelsabkommen mit EU

Mehrere südamerikanischen Staaten wollen den zollfreien Freihandel mit der EU stärken. Die Europäische Union ist mit Exporten in Höhe von 110 Milliarden Euro im Jahr der wichtigste Handelspartner des südamerikanischen Bündnisses Mercosur.

Seit das Freihandelsabkommen TTIP zwischen USA und EU für viele als gescheitert gilt, wollen mehrere südamerikanischen Staaten den zollfreien Freihandel mit der EU stärken. Schon 1999 begannen Verhandlungen zwischen der EU und dem Mercosur-Bündnis, ab 2004 waren sie aber lange unterbrochen.

Die Regierungen der Mercosur-Gründungsstaaten Brasilien, Uruguay, Argentinien und Paraguay vereinbarten bei mehreren Treffen vor der heute beginnenden UNO-Generalversammlung in New York, dass vom 10. bis 14. Oktober in Brüssel weiterverhandelt werden soll.

2015 hatte auch Kanzlerin Angela Merkel in Brasilia für einen Neuanlauf geworben, das sozialistische Venezuela erwies sich oft als Bremser. Zudem gab es lange Streit um den Umgang mit dem Agrarsektor.

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Mehrere Treffen am Rande der UNO-Generalversammlung

Nach einem Zerwürfnis mit Venezuela, seit 2012 Mitglied des Mercosur, setzen die anderen Länder auf einen Alleingang. Durch die Regierungswechsel in Argentinien und Brasilien und die Übernahme der Amtsgeschäfte durch liberale beziehungsweise konservative Regierungen sehen auch EU-Parlamentarier neue Chancen.

Nach Angaben von Uruguays Präsident Tabare Vazquez wurde die Palette zollfreier Exportprodukte von 87 auf 93 Prozent aufgestockt. Damit würde die EU-Forderung von mindestens 92 Prozent erfüllt. Die EU ist mit Ausfuhren in Höhe von 110 Milliarden Euro im Jahr der wichtigste Mercosur-Handelspartner. (APA/dpa/red)

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