Energiewirtschaft

Studie: Europa bei der Energiewende weltweit vorn

Europa baut seine Energiesysteme deutlich konsequenter um als andere Regionen und tut damit am meisten bei der Bekämpfung des Klimawandels, so eine Analyse der Beratungsfirma Capgemini. Allerdings bleibt die Frage, ob das reicht.

Europa erweist sich weltweit als die bisher erfolgreichste Region im Energiewandel - und damit auch bei der Bekämpfung des Klimawandels. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des Beraters Capgemini. Nur in Europa sei die Energie-Nachfrage 2018 deutlich geringer gestiegen als im Rest der Welt, nämlich um 0,2 Prozent gegenüber weltweit 2,3 Prozent. Deutschland erzielte dabei 2,2 Prozent Rückgang.

Europa sei auf dem besten Weg, zwei der drei zentralen EU-Klimaziele für 2020 zu erreichen, nämlich mindestens 20 Prozent des Energieverbrauchs erneuerbar zu gestalten und die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um über 20 Prozent zu senken.

Weltweit seien die Bemühungen zur Reduzierung dieser Emissionen 2018 mit 2 Prozent Anstieg ins Stocken geraten. 2017 seien sie um 1,6 Prozent gewachsen - in Europa habe es von 2014 bis 2016 gar kein Plus gegeben. 2018 seien die Emissionen in China um 2,3 Prozent gestiegen, in den USA um 3,4 und in Indien um 6,4 Prozent.

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Diese Zuwächse seien mit dem Energieverbrauch verbunden, erinnert Capgemini, der 2018 weltweit um 2,3 Prozent gewachsen sei - mit fast der doppelten Wachstumsrate wie im Schnitt der Jahre seit 2010. Fast 75 Prozent dieses Wachstums entstammten dem Öl-, Gas- und Kohleverbrauch - letzterer stieg 2018 um 4 Prozent. Die am schnellsten wachsenden Energiequellen blieben 2018 die "Erneuerbaren" mit 14,5 Prozent Plus weltweit, geht aus dem neuen "World Energy Markets Observatory" hervor. (apa/red)

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