Bauindustrie

Strabag: Offenbar haben Araber Interesse am Anteil Deripaskas

Medienberichten zufolge könnten der russische Oligarch Oleg Deripaska und Raiffeisen ihre Anteile am größten österreichischen Baukonzern verkaufen. Gleichzeitig zeigt offenbar die Asyad Holding aus Saudi-Arabien Interesse an einem Einstieg.

Die saudische Asyad Holding sei an einem Einstieg bei der Strabag interessiert, schreibt der "Standard" ohne Angabe von Quellen. Im Gegenzug könnten der russische Oligarch Oleg Deripaska und Raiffeisen ihre Anteile möglicherweise abgeben. Über einen Ausstieg Deripaskas hatte zuletzt auch die "Kronenzeitung" geschrieben.

Laut "Insidern" gebe es seit rund einem Jahr Kontakte zu Investoren und strategischen Partnern, so der "Standard". Ein Einstieg bei der Strabag würde für die Saudische Holding angesichts geplanter riesiger Infrastrukturvorhaben viel Sinn ergeben.

Ein fixer Syndikatsvertrag zwischen Haselsteiner, Deripaska und Raiffeisen

Am Geld scheitere es nicht. Allerdings haben die drei Groß-Eigentümer Haselsteiner, Deripaska und Raiffeisen einen Syndikatsvertrag mit wechselseitigen Vorkaufsrechten. Bei einer Änderung des Syndikatsvertrags wäre außerdem ein Übernahmeangebot fällig. Der Vertrag könne aber bis 30. Juni per Jahresende gekündigt werden.

White Paper zum Thema

Die Asyad-Gruppe wurde von Osama Al Sayed 1975 als Baufirma gegründet. Sie ist inzwischen im Immobilien-, Finanz- und Investmentbereich sowie im Geschäft mit Privatfliegern tätig. In Europa gehören die Bulgari-Häuser in Rom und Paris zum arabischen Imperium.

Zuletzt erhielt Firmengründer Osama al Sayed den Auftrag zur Entwicklung und zum Betrieb des Flughafens Ta'if nahe der Pilgerstadt Mekka, schreibt der "Standard". Dabei sei der Flughafen München mit an Bord.

Haselsteiner selber sagte dem "Standard": "Ich wäre überrascht, wenn das Syndikat nicht fortgesetzt würde. Ich weiß es aber nicht sicher". (apa/red)

Verwandte tecfindr-Einträge