Bauindustrie

Strabag gibt die Zahlung der halbierten Dividende frei

Der heimische Bauriese Strabag wird seinen Aktionären Ende November die Dividende für das Vorjahr auszahlen, obwohl sie nur halb so hoch ausfällt. Die Bedingung für die Auszahlung sei erfüllt, so der Konzern.

Die Aktionäre des börsennotierten Baukonzerns Strabag dürfen sich auf ihre Dividende für das abgelaufene Jahr 2019 freuen, auch wenn diese wie seit dem Frühjahr bekannt von 1,80 Euro auf 90 Cent je Aktie halb so hoch ausfällt. Bisher stand der Hauptversammlungsbeschluss von Juni noch unter Vorbehalt, nun ist die Bedingung dafür erfüllt, die Auszahlung kann ab 30. November erfolgen, teilte die Strabag mit.

Die bis Ende November aufgeschobene Auszahlung stand unter dem Vorbehalt, dass durch die Ausschüttung die liquiden Mittel des Bauriesen nicht unter 1 Mrd. Euro sinken. Damit sollte vor dem Hintergrund der Coronakrise sichergestellt werden, "dass auch die Auszahlung einer solcherart gekürzten Dividende die Liquidität der Gesellschaft nicht ungebührlich belastet", hatte es für die HV am 19. Juni geheißen. Unterstützt wurde der Gewinnverwendungsvorschlag von den via Syndikat verbundenen Strabag-Kernaktionären - Raiffeisen/UNIQA, Rasperia Trading rund um den russischen Milliardär Oleg Deripaska sowie Haselsteiner-Gruppe, hieß es damals.

Nun gab Strabag-Vorstand bekannt, dass die Gesamtsumme der liquiden Mittel sowie ihrer gemäß IFRS vollkonsolidierten Unternehmen "zuzüglich vertraglich zugesagter, aber nicht ausgenutzter Kredite zum 31.10.2020 auch bei Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2019 den Betrag von EUR 1 Mrd. nicht unterschreitet". Das sei mit Schreiben vom 17. November von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft (Linz) bestätigt worden.

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Die Dividenden-Auszahlung erfolgt ab Montag 30. November. Ab Donnerstag, den 26. November, werden die Titel "ex Dividende 2019" gehandelt. (apa/red)