Insolvenz

Steirischer Metallbaubetrieb MTC Consulting Bueltermann ist insolvent

Er beliefert unter anderen VW, Audi, Porsche, BMW und Daimler, und muss nun trotzdem Insolvenz anmelden: Der Metallbauer Mold-Thix-Consulting Bueltermann GesmbH mit Produktionsstätte im südoststeirischen Mureck ist pleite.

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42 Mitarbeiter und 333 Gläubiger sind von der Insolvenz des Metallbaubetriebs Mold-Thix-Consulting Bueltermann GesmbH betroffen. Das Unternehmen stellt für Kunden wie VW, Audi, Porsche, BMW und Daimler Teile in den Bereichen Magnesium-Spritzguss sowie Kunststoff-Spritzguss her. Darüber hinaus ist das Unternehmen in Engineering und Consulting sowie mechanische Bearbeitung tätig. Eine indirekte Zusammenarbeit besteht mit den Kfz-Zulieferunternehmen wie Valeo, Magna, Bosch, Johnson Control, Hella oder ZKW.

Die Überschuldung beläuft sich auf rund zwei Millionen Euro, Schadenersatzansprüche in Höhe von rund zehn Millionen Euro stehen im Raum. Die Passiva des seit 2009 existierenden Unternehmens belaufen sich auf rund 2,8 Millionen (ohne die etwaigen Schadenersatzansprüche), die Aktiva auf rund 0,78 Millionen Euro. In den Anfangsjahren sei die Firma laut KSV erfolgreich als Know-how- und Engineering-Unternehmen für die Autoindustrie tätig gewesen. 2014 versuchte man dann selbst über die Produktion mehr Wertschöpfung zu generieren. Die dazu erforderlichen Investitionen nach Vorgaben der Kunden aus der Automobilindustrie waren erheblich.

Zuletzt konnten jedoch die notwendigen Umsätze nicht erzielt werden, da einerseits ein zugesagter Großauftrag mit einem Umsatzvolumen von rund einer Million Euro wegfiel und andererseits durch Mitarbeiterfluktuation und Maschinenschäden Lieferengpässe auftraten. Die Bereitstellung von Gesellschafterdarlehen um den Jahreswechsel 2016/17 scheiterte - übrigens hatte man bereits im Vorjahr zu diesem Mittel gegriffen.

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Geplant ist nun eine kurzfristige Fortführung des Geschäfts, mit Hinblick auf eine mögliche Verwertung des Betriebes durch potenzielle Interessenten. Mit der Fortführung würden auch Schadenersatzansprüche der Kunden durch allenfalls nicht abgeschlossene Projekte vermieden. Hier gibt es noch einige Unwägbarkeiten, auch muss erst noch ein Insolvenzverwalter bestellt werden. (apa)