Stahlindustrie

Stahlriese ArcelorMittal prüft einen Verkauf seiner Bausparte

Berichten zufolge prüft der weltgrößte Stahlhersteller Arcelormittal einen Verkauf seines Baugeschäfts, das Insidern zufolge bis 800 Millionen Euro einspielen könnte. Arcelormittal leidet derzeit wie die gesamte Branche unter sinkenden Stahlpreisen und teureren Rohstoffen.

Ein Medienbericht über einen möglichen Verkauf des Baugeschäfts hat den Aktien des weltweit führenden Stahlkonzerns Arcelormittal zu Gewinnen verholfen. Sie notierten zuletzt rund drei Prozent höher. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtete, könnte der Verkauf 700 bis 800 Mio. Euro einspielen.

Sollte das Geschäft tatsächlich abgegeben werden, würde die Verschuldung bis Jahresende um 10 Prozent sinken, konstatierten die Experten des Brokerhauses Jefferies. "Dass ein möglicher Verkauf in Erwägung gezogen wird, steht in Einklang mit dem zuletzt verkündeten Ziel, in den kommenden beiden Jahren zwei Mrd. Dollar (1,8 Mrd. Euro) aus dem Portfolio zu erlösen."

Gesamte Stahlbranche unter Druck

Arcelormittal leidet unter sinkenden Stahlpreisen und höheren Rohstoffkosten. Im zweiten Quartal schrumpfte der Gewinn. Zu schaffen macht dem Unternehmen das Schwächeln der Autobranche. Hinzu kommen Überkapazitäten und Billigimporte. Arcelormittal hatte bereits seine Produktion in Europa gedrosselt - mit Auswirkungen auch auf Deutschland. Der Stahlriese betreibt in Deutschland vier Werke und beschäftigt etwa 9.000 Mitarbeiter. (reuters/apa/red)

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