Stahlindustrie

Stahl mit Wasserstoff: Deutsche Stahlkocher fordern mehr Hilfe der EU

Die Stahlindustrie ist bei der Senkung ihrer Emissionen mit Milliardenausgaben konfrontiert - die teils existenzbedrohende Ausmaße erreichen können. Die IG Metall fordert die EU auf, den Bereich viel stärker zu fördern als bisher.

Gewerkschafter der deutschen IG Metall haben in Brüssel EU-Hilfen für eine klimaneutrale Stahlproduktion gefordert. Wenn man das Eisenerz in der Stahlerzeugung mit Wasserstoff aus erneuerbaren Energien statt mit Kokskohle erhitzen würde, ließen sich 95 Prozent des Kohlendioxidausstoßes einsparen, sagte Heiko Reese vom Stahlbüro der Gewerkschaft.

Stahlindustrie für etwa ein Drittel der CO2-Emissionen verantwortlich

Die EU solle im Rahmen ihres sogenannten Green Deal "auf jeden Fall" bei Forschung und Investitionen helfen, diese Technik in großem Stil einzuführen. "Für eine klimaneutrale Stahlproduktion sind Investitionen nötig, die die Stahlindustrie allein nicht stemmen kann", sagte Reese. Man spreche von 30 Mrd. Euro allein in Deutschland. Damit lasse sich aber viel erreichen, weil die Stahlindustrie für rund 30 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich sei. Nötig sei auch Infrastruktur, um Strom oder Wasserstoff zu den Stahlstandorten zu transportieren.

Details der Situation bei Voest, Thyssen und anderen:
Europas Stahlindustrie: Milliardenausgaben für Klimaschutz kaum zu stemmen >>

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Stahlarbeiter gehen zu Fuß aus dem Saarland nach Brüssel

IG-Metaller aus dem Saarland waren in Etappen zu Fuß die rund 350 Kilometer von Völklingen nach Brüssel marschiert, um dem Kommissionsvizepräsidenten Frans Timmermans ihre Forderungen zu überreichen. (dpa/apa/red)

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