Industriespionage

Spionagefall bei BASF: Chinesen weisen Vorwürfe zurück

In Taiwan laufen Ermittlungen über einen Fall von Industriespionage beim deutschen Chemieriesen BASF. Ein ranghoher Manager soll demnach sehr wertvolle Geschäftsgeheimnisse nach China verkauft haben. Dort weist man alle Vorwürfe von sich.

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Das chinesische Unternehmen Jiangyin Jianghua Microelectronics Materials wehrt sich gegen den Verdacht, es habe Firmengeheimnisse von BASF stehlen wollen. Das Unternehmen erklärte, es halte sich streng an die chinesischen Gesetze, habe nie Daten gekauft und vertraue bei der Produktentwicklung auf seine eigenen Mitarbeiter. Man habe in dieser Sache keine offizielle Mitteilung erhalten.

Die Behörden in Taiwan hatten erklärt, sie ermittelten wegen des Verdachts der Verletzung von Rechten an geistigem Eigentum gegen sechs aktuelle und frühere Mitarbeiter des Chemieriesen BASF. Fünf der Verdächtigen seien festgenommen, ein sechster gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt worden.

Ein ranghoher Manager stehe im Verdacht, sensible Informationen zu Produktion und Technologie für viel Geld an einen chinesischen Konkurrenten namens Jianghua Micro weitergereicht zu haben:  Industriespionage: Ermittlung gegen BASF-Mitarbeiter in Taiwan >>

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BASF bestätigte, es werde gegen einen Mitarbeiter und mehrere ehemalige Beschäftigte ermittelt. Zur Höhe des möglichen Schadens wurden keine Angaben gemacht. (reuters/apa/red)