Solartechnik

SMA Solar startet mit Zuwächsen ins Jahr

Anders als die gesamte deutsche Konkurrenz ist SMA Solar immer noch am Markt - und meldet neue Zuwächse. Weiter im Blick hat der Hersteller ein Megaprojekt in Saudi-Arabien.

Der deutsche Solartechnikkonzern SMA Solar ist mit Zuwächsen ins Jahr gestartet. "Mit der positiven Geschäftsentwicklung im ersten Quartal und unserem hohen Auftragsbestand sind wir auf einem guten Weg, die gesteckten Ziele für dieses Jahr zu erreichen", sagte SMA-Chef Pierre-Pascal Urbon. Den Aktionären will Urbon künftig 30 bis 60 Prozent des Nettogewinns als Dividende ausschütten.

Megaprojekt in Saudi-Arabien im Blick

 

An dem von Saudi-Arabien und Softbank vereinbarten Mega-Solarprojekt sei SMA bis jetzt noch nicht beteiligt, erklärte Urbon. Das Königreich und der japanische Technologieriese wollen bis 2030 für 200 Mrd. Dollar (162 Mrd. Euro) einen Solarpark in der saudi-arabischen Wüste errichten. Das Projekt soll eine Leistung von 200 Gigawatt haben, die Hälfte der aktuellen weltweiten Solarleistung.

Im ersten Quartal verbuchte SMA nach ersten Schätzungen einen Umsatz von 180 (Vorjahreszeitraum: 173) Mio. Euro und einen operativen Gewinn (Ebitda) von rund 18 (15,9) Mio. Euro. Während die Geschäfte in den USA wie schon 2017 unter den Erwartungen geblieben seien, entwickelten sie sich in Europa und Asien positiv. Nach Einbußen im vergangenen Jahr peilt der Weltmarktführer unter den Wechselrichterproduzenten 2018 leichte Zuwächse an: einen Umsatz von 900 Mio. bis eine Milliarde Euro und ein Ebitda von 90 bis 110 Mio. Euro.

Nachfrageeinbruch in den USA

2017 hatte SMA wegen eines Nachfrageeinbruchs in den USA einen Umsatzrückgang um 6 Prozent auf 891 Mio. Euro verbucht. Das Ebitda brach um mehr als 30 Prozent auf 97,3 Mio. Euro ein. Gleichwohl stagnierte das Konzernergebnis bei 30,1 Mio. Euro. Wegen der finanziellen Stabilität und positiven Aussichten sollen die Aktionäre eine um neun Cent auf 35 Cent angehobene Dividende erhalten.

SMA macht es anders als der Rest der Branche in Deutschland

Anders als die meisten deutschen Solarmodul- und Zellhersteller, die inzwischen pleite sind, konnte sich SMA bis jetzt im Markt behaupten. Gleichwohl sorgen asiatische Anbieter mit Billigprodukten für Margendruck. Weltweit boomt indes die Nachfrage nach Solaranlagen: Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft wurden 2017 Anlagen mit einer Gesamtleistung von beinahe 100 Gigawatt installiert und damit deutlich mehr als erwartet. 2016 waren es rund 75 Gigawatt gewesen. (reuters/apa/red)

Verwandte tecfindr-Einträge