Großprojekte

Slowenien baut neue Bahnstrecke zum Adriahafen Koper

Für Österreichs Unternehmen ist der Hafen Koper an der Adria von großer strategischer Bedeutung. Slowenien baut jetzt die Verbindung dorthin in einem milliardenschweren Projekt stark aus.

Im Bild der Hafen Koper.

Das größte Bahnprojekt in Slowenien kann wie geplant fortgesetzt werden. Bei einer Volksabstimmung am Sonntag haben die Wähler das Gesetz, mit dem der Bau einer neuen leistungsstarken Bahnstrecke zwischen dem Adria-Hafen Koper und dem Hinterland festgelegt wird, unterstützt.

Bei dem Referendum stimmten 53,5 Prozent der Wähler für das Gesetz, dagegen waren 46,5 Prozent. Die Wahlbeteiligung war mit 20,5 Prozent eine der niedrigsten in der slowenischen Geschichte.

Die Gegner, denen es misslungen ist, das Gesetz mit dem Referendum zu kippen, kritisierten das Projekt als zu teuer und zu riskant. Die Baukosten für die 27 Kilometer lange Strecke zwischen Divaca und Koper, die terrainbedingt überwiegend durch Tunnel verlaufen soll, werden auf fast 1 Mrd. Euro geschätzt. Die neue Bahnstrecke soll 2025 fertig sein.

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Geplant ist eine Mischfinanzierung aus dem Budget, EU-Fonds, Krediten sowie der Beteiligung anderer Länder, die den einzigen slowenischen Seehafen nützen. Demnach soll sich Ungarn mit 200 Mio. Euro an dem Projekt beteiligen und dafür einen Anteil an der staatlichen Zweckgesellschaft "2TDK" bekommen, die die Strecke bauen und später mit einer Konzession verwalten soll. (apa/red)

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