Elektroindustrie

Siemens dementiert: Keine 20.000 Kündigungen geplant

Siemens hat einen Medienbericht den geplanten nächsten Abbau von 20.000 Arbeitsplätzen zurückgewiesen. Der Bericht beruft sich auf Äußerungen von Joe Kaeser in vertraulichen Gesprächen mit Finanzinvestoren.

Siemens hat einen Magazinbericht über Pläne zum Abbau von 20.000 Arbeitsplätzen in zentralen Verwaltungsfunktionen zurückgewiesen. Der zuvor veröffentlichte Bericht des "Manager Magazins" entbehre jeder Grundlage, teilte Siemens in München mit. "Entsprechende Äußerungen hat es in dieser Form nicht gegeben."

Das Wirtschaftsmagazin hatte berichtet, Vorstandschef Joe Kaeser habe die Zahl im Rahmen von Präsentationen der neuen Strategie "Vision 2020+" vor Investoren genannt. Hier die Details: Siemens: Spekulationen über die nächsten Massenkündigungen >>

"Ein zentral initiiertes und konzernweites Kostensenkungsprogramm ist nicht vorgesehen", erklärte Siemens. Im Zuge des Umbaus des Münchner Industriekonzerns sollen jedoch Tausende Mitarbeiter von der Zentrale auf die sechs Töchter und Sparten verteilt werden. Dort liegt dann auch die Verantwortung für die Personalausstattung.

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Kraftwerksparte: Offenbar Verhandlungen mit China

Dem Bericht zufolge hat der Konzernchef Kaeser gegenüber Vertretern der Investoren auch eine Lösung für das Geschäft mit großen Gasturbinen in Aussicht gestellt. In dieser Sparte kündigt Siemens gerade 6.000 Menschen.

Demnach werde gerade "mit hoher Priorität" an einer Partnerschaft dieser Sparte gearbeitet. Man führe in China Gespräche auf hochrangiger Ebene und sei zuversichtlich, eine Transaktion unter Dach und Fach zu bringen. Als mögliche Käufer nennt das Magazin den langjährigen Partner Shanghai Electric und die staatliche SPIC, mit der Siemens kürzlich eine technologische Zusammenarbeit bei einem älteren Modell großer Gasturbinen verkündet hatte. (dpa/reuters/apa/red)

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