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Sicher in der Cloud

Heimische IT-Anbieter weiten Security-Services und Cloud-Dienste für Unternehmen und Verwaltung aus.

Unternehmen setzen verstärkt auf moderne Cloud-Dienste, um neue Technologien bedarfsabhängig nutzen zu können, ohne eigene IT-Kapazitäten oder Software-Lizenzen halten zu müssen. Die zunehmende Vernetzung internationaler Standorte erfordert dabei auch neue kommunikative Lösungen. Das intelligente Management der Daten ist ebenso Bestandteil im Anforderungsprofil wie eine gesicherte Verfügbarkeit der verwendeten IT-Dienste.

„Für derart vielfältige Anwendungsbereiche werden nun zunehmend Cloud- Plattformen genutzt, die auch die Kombination unterschiedlicher Dienste und Applikationen an verschiedenen Standorten ermöglichen“, sagt Jochen Borenich, Mitglied des Vorstands bei Kapsch BusinessCom.

Für internationale Unternehmen mit ihren standortübergreifenden Prozessketten und IT-Systemen können bestehende Infrastrukturen über standardisierte Schnittstellen mit den internetbasierenden Cloud-Lösungen kombiniert werden. Die Steuerung kann dabei auch softwarebasiert erfolgen, das ermöglicht eine zentrale Nutzung der IT-Services für verschiedene Standorte oder Anwendungen.

White Paper zum Thema

Global Blue mit Kapsch BusinessCom

Der global agierende Dienstleister Global Blue wickelt als sogenanntes Steuerrückerstattungsunternehmen für die Kunden seiner mehr als 300.000 Einzelhändler mehrwertsteuerfreies Einkaufen ab und bietet zusätzliche Services im Bereich Datenanalysen oder Marketing. Aufgrund der zunehmenden Konkurrenzsituation in der Handelsbranche und der parallel steigenden Erwartungshaltung von Konsumenten beim Kundenservice setzt Global Blue zunehmend auf technologische Innovation und beauftragte Kapsch BusinessCom mit einem cloudbasierten Kommunikationssystem.

„Als globales Unternehmen müssen wir oft Experten aus der ganzen Welt zusammenbringen. Man muss dann  auch über die richtigen Werkzeuge verfügen, um eine internationale Belegschaft anzuziehen“, sagt Manfred Schmiedl, Vice President Infrastructure and Operations bei Global Blue. In der Vergangenheit verwendete Global Blue eine Vielzahl verschiedener Anwendungen für die Zusammenarbeit und Apps für die Terminplanung.

Interaktion mittels Microsoft-Teams

Trotzdem diese Lösungen auch Interaktion ermöglichten, sollte nun sämtliche Kommunikation auf einer Plattform nahtlos vereint werden. „Die teilweise radikal veränderte Form des internetgestützten Arbeitens (Engl. Remote Work) über Home-Office oder Smartphones verlangt zunehmend flexible digitale Kommunikationsformen“, so Markus Czanba, Head of Commercial Sales bei Kapsch BusinessCom. Gefragt waren bei Global Blue zudem Einsparungen durch die Beseitigung von Hardware, eine zentrale Verwaltung, bedarfsorientierte Flexibilität und kostenoptimierte Skalierung sowie die Umsetzung plus Support aus einer Hand.

© Kapsch BusinessCom

Markus Czanba, Head of Commercial Sales bei Kapsch BusinessCom

Als Lösung implementierte Kapsch die cloudbasierte Anwendung Microsoft Teams, welche die bisherige IP-Telefonanlage für rund 1.000 Nutzer ablöste. „Mit Microsoft Teams sichern wir die hohe Qualität und sichere Verfügbarkeit unserer Kommunikation und die komplette Umsetzung durch Kapsch BusinessCom sicherte einen reibungslosen Projektablauf“, so Schmiedl.

Security-Shield von T-Systems

Die extern bereitgestellten Cloud- Dienste beinhalten mittlerweile auch unterschiedliche Sicherheitsanwendungen, deren Bedarf durch die stark zunehmende Cyber-Kriminalität noch verstärkt wurde. Insbesondere Themen wie Home-Office und standortübergreifende Prozessketten sind eine zusätzliche sicherheitstechnische Herausforderung. Laut internationalen Studien wurden im letzten Jahr weltweit 117 Millionen Schadprogramme identifiziert. Rund 50 Prozent der Unternehmen mit 100 bis 1.000 Mitarbeitern waren 2020 von einem Sicherheits-Vorfall betroffen, so die Erhebungen.

„Wir sehen allein 71 Mio. Angriffe auf das Honey Pot-Sicherheitssystem (installierte Lockfallen, Anm.) der Deutschen Telekom an einem Tag. Cyber- Attacken wachsen exponentiell und ihre Vielfalt überfordert auch große Unternehmen“, sagt Christopher Ehmsen, Security-Experte bei T-Systems. Der IT-Dienstleister hat nun speziell für Mittelstand und Industrie den sogenannten Magenta-Security-Shield entwickelt, wo verschiedene Anwendungen namhafter Hersteller kombiniert werden.

© T-Systems Alpine

Christopher Ehmsen, Security-Experte bei T-Systems Alpine

Diese Kombination und der direkte Anschluss an das Cyber Defense Center von T-Systems Alpine vereinen alle aktuellen Abwehrmechanismen, zeigt Schwachstellen in der IT-Infrastruktur, auf Endgeräten oder im Mailverkehr und ermöglichen die entsprechende Abwehr in Echtzeit. „Gegenmaßnahmen passieren automatisiert und wird ein Unternehmen trotzdem angegriffen, leiten unsere Experten sofortige Schritte ein, um die volle Funktionsfähigkeit der Systeme wiederherzustellen“, so Ehmsen.

Salesforce und AWS kooperieren

Bei Dienstleistern, Pharma und anderen Branchen mit großer Kundenanzahl dienen neue Cloud-Dienste auch für die Bereiche Kommunikation und Vertrieb. Der CRM-Spezialist Salesforce und Amazon Web Services (AWS) kombinieren nun ihre Cloud-Services gezielt für die Bereiche Daten und Prozesse. „Die Vereinheitlichung unserer Plattformen mit Salesforce und AWS ermöglicht uns, schneller innovativ zu sein und letztendlich die Ergebnisse für die Patienten zu verbessern“, so Victor Bultó, Präsident der Novartis Pharmaceuticals Corporation.

© Salesforce Austria

Steffen Lange, Country Leader Salesforce Austria

Die Partnerschaft der beiden jetzt auch in Österreich ansässigen IT-Dienstleister Salesforce und AWS ermöglicht für Betriebe die nahtlos vernetzte Nutzung der Plattformen. „Maßgeblich für die Kundenbindung sind die richtigen Informationen und Angebote zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wir bieten eine zentrale Stelle, wo Unternehmen diese Informationen sammeln, Interaktionen verfolgen und wichtige Daten abteilungsübergreifend teilen können“, sagt Steffen Lange, Country Leader von Salesforce Austria.