Gummiindustrie

Semperit verkauft Produktionsstandort von Semperflex in Norditalien

Der heimische Gummiverarbeiter Semperit hat den geplanten Verkauf eines Werks von Semperflex in Norditalien an die italienische Gruppe Matec fixiert. Semperit beschäftigt weltweit rund 6.900 Mitarbeiter, davon rund 900 in Österreich.

Die börsennotierte Semperit Holding AG hat die geplante Veräußerung ihres italienischen Semperflex-Produktionsstandorts Roiter in Rovigno (Norditalien) unter Dach und fach gebracht. Käufer ist die italienische Matec Group, die Vertragsunterzeichnung fand kürzlich statt, Kaufpreis wird keiner genannt. In Rovigno erzielte Semperit mit rund 50 Mitarbeitern weniger als 10 Mio. Euro Umsatz.

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Mit der Veräußerung setze Semperit einen weiteren Schritt zur gruppenweiten Komplexitätsreduktion im Rahmen des Restrukturierungs-und Transformationsprozesses, so Konzernchef Martin Füllenbach.

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Nach dem Ausbau des tschechischen Standorts Odry passe die Schlauchmanufaktur Roiter nicht mehr in den Semperflex-Produktionsfootprint. Ende August hatte Semperit erstmals die Öffentlichkeit über laufende Verhandlungen zum Roiter-Verkauf informiert.

Die Semperit AG Holding ist auf Erzeugnisse aus Kautschuk für Medizin und Industrie spezialisiert, erzielte 2017 rund 874 Mio. Euro Konzernumsatz und beschäftigt weltweit rund 6.900 Mitarbeiter, davon rund 3.700 in Asien und rund 900 in Österreich. (apa/red)

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