Sechs Prozent mehr Lohn für deutsche Metaller

Beschäftigte der Metallindustrie und Stahlindustrie in Deutschland sollen sechs Prozent mehr Lohn bekommen, so die Forderung der Gewerkschaft IG Metall.

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Die IG Metall hat für die rund 72.000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie eine Lohnerhöhung von sechs Prozent gefordert. Die Tarifkommission der Gewerkschaft verlange zudem ein zusätzliches jährliches Urlaubsgeld von 1800 Euro, sagte der nordrhein-westfälische IG Metallchef Knut Gieslerabend in Düsseldorf. Die Laufzeit des Tarifvertrags solle zwölf Monate betragen.

Das Urlaubsgeld solle auch in freie Tage umgewandelt werden können. Der jetzige Tarifvertrag läuft Ende Dezember ab und die Friedenspflicht einen Monat später. Die erste Verhandlungsrunde ist für den 10. Jänner geplant.

In Österreich haben sich alle sechs Metaller-Fachverbände im November mit der Gewerkschaft auf den gleichen Kollektivvertrag für 192.000 Beschäftigte geeinigt. Wesentliche Elemente des Kollektivvertrags sind eine Lohnerhöhung zwischen 3 und 4,3 Prozent, eine Erhöhung der Lehrlingsentschädigung um durchschnittlich 10 Prozent sowie Zuschläge von 100 Prozent für die elfte und zwölfte Arbeitsstunde bzw. ab der 51. Wochenstunde. Neben der Metalltechnischen Industrie gehört noch die Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen zur Metallerbranche, ebenso wie die Gießereiindustrie, die Fahrzeugindustrie, der Fachverband Bergbau-Stahl und die Nichteisen-Metallindustrie. (reuters/apa/red)