Bauindustrie

Schweizer Bauausgaben stagnierten 2020

2020 haben die Ausgaben in der Schweizer Bauwirtschaft auf Vorjahresniveau stagniert. Private Auftraggeber fuhren Investitionen zurück, die öffentliche Hand gab hingegen mehr aus. Konkret verharrten die Bauausgaben, die sich aus Bauinvestitionen und den öffentlichen Unterhaltsarbeiten zusammensetzen, auf dem Vorjahresniveau (real -0,1 Prozent).

Bauindustrie Standort Schweiz Bundesamt für Statistik

2019 hatten die provisorischen Bauausgaben noch um 0,2 Prozent zugenommen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte.

Die Ausgaben in öffentliche Unterhaltsarbeiten stiegen 2020 um drei Prozent. Die Bauinvestitionen, also Bauausgaben ohne öffentliche Unterhaltsarbeiten, verzeichneten im Jahresvergleich nominal dagegen einen Rückgang von 0,3 Prozent.

Die Investitionen in Neubauprojekte nahmen im Jahresvergleich um 0,6 Prozent ab, während die Investitionssumme in Umbauprojekte um 0,1 Prozent stieg. Dabei investierten die öffentlichen Auftraggeber - also Bund, Kantone und Gemeinden - sowohl in den Neubau wie auch in den Umbau mehr. Hingegen verringerten die privaten Auftraggeber die Investitionen bei den Umbauprojekten wie auch bei den Neubauprojekten.

Die Investitionen in Tiefbauprojekte erhöhten sich im Jahresvergleich um 3,2 Prozent, dagegen nahmen jene in Hochbauprojekte um 1,1 Prozent ab. Auch hier investierten die öffentlichen Auftraggeber mehr, sowohl in den Tiefbau als auch in den Hochbau. Die privaten Auftraggeber ihrerseits investierten weniger in den Hochbau, erhöhten jedoch die Investitionssumme in den Tiefbau.

White Paper zum Thema

Für das aktuelle Jahr hat der Arbeitsvorrat im Vorjahresvergleich um 1,4 Prozent abgenommen, wobei sowohl bei den Neu- als auch den Umbauten ein Rückgang zu verzeichnen ist. (apa/red)