Zulieferindustrie

Schaeffler: Weitere Einschnitte möglich

Autozulieferer Schaeffler rechnet nach den jüngsten Turbulenzen erst in der zweiten Jahreshälfte wieder mit mehr Wachstum. Weitere Kürzungen seien möglich, so Konzernchef Rosenfeld.

Der deutsche Autozulieferer Schaeffler rechnet nach den jüngsten Turbulenzen erst in der zweiten Jahreshälfte wieder mit einer Beschleunigung des Wachstums. Das sei dann auch die Basis, um die Ziele für 2019 zu erreichen, sagte Vorstandschef Klaus Rosenfeld bei der Hauptversammlung in Nürnberg.

"Was ich sagen kann ist, dass wir grundsätzlich plangemäß in das Geschäftsjahr 2019 gestartet sind." Beim jüngst eingeläuteten Sparkurs seien noch weitere Einschnitte möglich, bekräftigte Rosenfeld direkt vor dem Aktionärstreffen auf dpa-Anfrage. Das Traditionsunternehmen aus dem mittelfränkischen Herzogenaurach hatte zuletzt den Abbau von europaweit rund 900 Stellen angekündigt, 700 davon in Deutschland. Rosenfeld hatte zudem die mittelfristigen Ziele kassiert. Eine neue solche Prognose werde es möglicherweise erst 2020 geben, sagte er.

Schaeffler ist noch stark auf klassische Verbrennungsmotoren ausgerichtet. Inzwischen soll E-Mobilität - vergleichsweise spät - mehr Gewicht bekommen. Das sei im Auftragseingang bereits zu spüren, betonte Rosenfeld. Zahlen zum ersten Quartal will Schaeffler am 8. Mai vorlegen. Für 2019 plant die Gruppe insgesamt und in allen drei Sparten jeweils ein Umsatzplus von ein bis drei Prozent. Im Vorjahr stieg der Umsatz vom starken Euro gebremst um 1,6 Prozent auf 14,24 Milliarden Euro.

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Großer Standort in Niederösterreich

In Österreich waren bei Schaeffler Austria mit Sitz in Berndorf in Niederösterreich laut WirtschaftsCompass im Jahr 2017 544 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. (dpa/apa/red)

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